Als Kind hatten ihr die Ärzte kaum Überlebenschancen gegeben. Heute steht sie als Hauptdarstellerin einer internationalen Streamingserie im Rampenlicht. Ein Blick auf die seltene Wachstumsstörung, mit der Reid seit ihrer Geburt lebt. Unter dem Suchbegriff ‚Imogen Faith Reid Krankheit‘ wird vor allem nach Informationen über das Russell-Silver-Syndrom gesucht.
Die Ärzte hatten ihr als Kind kaum Überlebenschancen gegeben. Imogen Faith Reid ist heute 28 Jahre alt, 1,30 Meter groß, und hat gerade ihre erste Hauptrolle in einer international ausgestrahlten Streamingserie gespielt. Was sich dramatisch anhört, beschreibt Reid selbst nüchtern als ihr Leben. Begleitet wird ihr Leben dabei von einer Krankheit, die kaum jemand kennt: dem Russell-Silver-Syndrom, eine seltene genetische Wachstumsstörung, die sie seit ihrer Geburt begleitet.
In der Hulu-Serie Good American Family, ab März 2025 auch auf Disney+ zu sehen, spielt Reid die Ukrainerin Natalia Grace: ein Adoptivkind mit Kleinwuchs, dem seine Pflegefamilie jahrelang unterstellte, in Wirklichkeit eine erwachsene Frau zu sein. Der Fall landete vor amerikanischen Gerichten und machte international Schlagzeilen. Für Reid war die Rolle mehr als ein Karriereschritt. Sie erzählte die Geschichte einer anderen kleinen Person aus einer Perspektive, die im Fernsehen bisher kaum existiert hatte.
| Kategorie | Information |
|---|---|
| Name | Imogen Faith Reid |
| Geburtsdatum | 1. Mai 1997 |
| Herkunft | Greenwich, London |
| Bekannt durch | Rolle als Natalia Grace in Good American Family |
| Krankheit | Russell-Silver-Syndrom (RSS) |
| Diagnose | Seltene genetische Wachstumsstörung |
| Körpergröße | Ca. 1,30 Meter |
| Besonderheit | Proportionierter Kleinwuchs ohne kognitive Einschränkung |
| Serie | Good American Family (Hulu / Disney+, 2025) |
| Beruf | Schauspielerin, Stunt-Performerin, Körperdouble |
Inhaltsverzeichnis
Imogen Faith Reid Krankheit: Was das Russell-Silver-Syndrom ist
Das Russell-Silver-Syndrom, kurz RSS, ist eine seltene Wachstumsstörung mit genetischer oder epigenetischer Ursache. Betroffene wachsen bereits im Mutterleib langsamer als andere und setzen dieses verlangsamte Wachstum nach der Geburt fort. Das Auffälligste dabei: Die Körperproportionen bleiben erhalten. Kopf, Rumpf und Gliedmaßen stehen in normalem Verhältnis zueinander, der Körper ist schlicht kleiner.
1:75.000 Geschätzte Häufigkeit weltweit
300+ Bekannte Ursachen von Kleinwuchs gesamt
1,30 m Körpergröße von Imogen Faith Reid
Typische Merkmale des Russell-Silver-Syndroms
- ▪ Niedriges Geburtsgewicht, verlangsamtes Wachstum vor und nach der Geburt
- ▪ Proportionierter Kleinwuchs ohne Missverhältnis zwischen Gliedmaßen und Rumpf
- ▪ Gekrümmte Kleinfinger (Klinodaktylie), wie auch bei Reid dokumentiert
- ▪ Helles oder blondes Haar in der Kindheit, ebenfalls bei Reid bestätigt
- ▪ Keine Beeinträchtigung kognitiver Fähigkeiten
Imogen Faith Reid Krankheit und der Alltag mit RSS
Reid hat im Frühjahr 2025 mehrfach über das Leben mit RSS gesprochen, unter anderem in einem vielzitierten Interview mit PopSugar UK im März. Ihr Ton ist dabei klar: kein Selbstmitleid, keine Dramatisierung. Sie erklärt ihr Syndrom so, wie sie es kennt.
„Diese Form des Kleinwuchses lässt mich proportioniert wirken. Meine Familie erklärt es anderen, indem sie mich mit Däumelinchen vergleicht, einfach ein sehr kleiner Mensch.“
Imogen Faith Reid, PopSugar UK, März 2025
Im Alltag bedeutet RSS für Reid vor allem Anpassung: Wasserhähne, die zu hoch sind. Wasserflaschen, die sie manchmal nicht selbst öffnen kann. Ihr Freundeskreis habe gelernt, wann sie Hilfe brauche, ohne dass sie etwas sagen müsse. Das Syndrom selbst blende sie dabei oft aus. Sie vergesse es schlicht, sagte sie.
Schwieriger ist das, was von außen kommt. Mit 28 Jahren wird sie im Alltag regelmäßig für ein Kind gehalten. Was harmlos klingt, geht nach ihrer Schilderung häufig weiter:
„Ich werde auf der Straße angestarrt und von Jugendlichen verspottet. Manchmal erkennen sie, dass ich eine kleine Person bin, und machen trotzdem Witze über mein Aussehen. Je nach Tagesverfassung trifft mich das mehr oder weniger.“
Imogen Faith Reid, LADbible, April 2025
Das Grundproblem, das Reid in Interviews immer wieder benennt: fehlendes Wissen. Es gibt über 300 Ursachen für Kleinwuchs. Die meisten Menschen kennen keine einzige davon genauer. Die Frage nach ‚Imogen Faith Reid Krankheit‘ tauchte besonders nach dem Start der Serie Good American Family verstärkt auf.
Warum Imogen Faith Reid Krankheit oft falsch eingeordnet wird
In der Berichterstattung rund um Good American Family hält sich ein konkreter Fehler: Reids Diagnose wird mit der ihrer Filmfigur verwechselt. Natalia Grace, die reale Person hinter der Serie, hat eine andere Erkrankung: Spondyloepiphysäre Dysplasia congenita (SED congenita), eine Skelettdysplasie mit stärkerem Einfluss auf Wirbelsäule und Gelenke. Reids RSS und Natalias SED sind zwei grundlegend verschiedene Krankheitsbilder.
| Person | Diagnose | Beschreibung |
|---|---|---|
| Imogen Faith Reid | Russell-Silver-Syndrom (RSS) | Proportionierter Kleinwuchs. Wachstumsverzögerung beginnt im Mutterleib. Genetische oder epigenetische Ursache. Körperproportionen bleiben erhalten. |
| Natalia Grace (reale Person) | Spondyloepiphysäre Dysplasie (SED) | Skelettdysplasie mit Schwerpunkt auf Wirbelsäule und langen Knochen. Stärkere strukturelle Abweichungen möglich. Anderes Krankheitsbild, andere Ursache. |
Reid hat diese Unterschiede selbst thematisiert. Für die Dreharbeiten arbeitete sie mit einem Bewegungscoach zusammen, um die Physis ihrer Figur zu entwickeln, ohne Natalias reale Körperlichkeit zu kopieren. Dieser Respekt vor dem Unterschied war ihr, wie sie gegenüber Revamp Magazine erklärte, ausdrücklich wichtig.
Von der Statistin zur Hauptrolle: der Karriereweg
Bevor Reid als Natalia Grace auf dem Bildschirm erschien, hatte sie gut ein Jahrzehnt als Körperdouble, Scale-Double und Stunt-Performerin gearbeitet. Die Rollen, in denen sie zu sehen war, trugen selten ihren Namen. Das änderte sich 2025.
- 2013 bis 2017
BTEC-Ausbildung in Darstellender Kunst am Miskin Theatre, North Kent College
- 2018
Tänzerin in der Zirkustruppe, Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald
- 2019
Körperdouble für die junge Cosette, BBC-Serie Les Misérables
- 2020
The One and Only Ivan; Körperdouble an der Seite von Jude Law in The Third Day (HBO)
- 2022
Scale-Double, Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht (Amazon Prime Video)
- 2023
The Witcher Staffel 3 (Netflix); Stunt-Arbeit in The Creator
- 2024
The Famous Five; erstmals in einer benannten Hauptrolle gecastet
- März 2025
Erste große Sprechrolle: Natalia Grace in Good American Family, Hulu und Disney+
Das Casting-Verfahren beschrieb Reid in einem Interview mit Today als intensiv. Rund 400 Takes habe sie für ihren Selbst-Tape aufgenommen, ihre Schwester habe die Kamera gehalten. Showrunnerin Katie Robbins begründete die Entscheidung damit, dass Reid eine emotionale Zugänglichkeit mitgebracht habe, die sofort überzeuge.
Was Reid vom Fernsehen einfordert
Reid nutzt die Sichtbarkeit, die die Serie gebracht hat, für eine klar formulierte Haltung: Menschen mit Kleinwuchs sollen als vollständige Figuren erzählt werden, nicht als Lernmomente für das Publikum. Gegenüber Revamp Magazine sagte sie, Behinderung auf dem Bildschirm solle ein Aspekt einer Figur sein, nicht ihr bestimmender Mittelpunkt.
Lange habe sie ihren Kleinwuchs als Bremse in der Branche betrachtet. Das änderte sich, als andere kleine Menschen ihr sagten, dass das, was sie von anderen unterscheidet, auch ihr stärkstes Argument sein könnte. Das klingt nach einer schlichten Erkenntnis. Für Reid, nach eigener Aussage, hatte sie konkrete Konsequenzen.
Fazit
Die unter dem Suchbegriff ‚Imogen Faith Reid Krankheit‘ bekannte Diagnose ist das Russell-Silver-Syndrom, eine seltene genetische Wachstumsstörung mit proportioniertem Kleinwuchs, über die sie offen spricht und die sie seit ihrer Geburt begleitet. Ihr Syndrom ist nicht dasselbe wie das ihrer Filmfigur. Natalia Grace hat eine andere Diagnose. Wer das in der Berichterstattung nicht trennt, verbreitet falsche Informationen. Reid hat auf diesen Unterschied selbst mehrfach hingewiesen. Was sie darüber hinaus einfordert, ist im Kern eine einfache Sache: dass kleine Menschen auf dem Bildschirm als Menschen erzählt werden.
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