Top 5 dieser Woche

Ähnliche Artikel

Uwe Kockisch Ehefrau Christine Gautier: Was kaum jemand weiß

Uwe Kockisch Ehefrau heißt Christine Gautier. Die beiden lernten sich in Madrid kennen, waren ab 2009 ein Paar und heirateten 2011. Über Christine Gautier selbst ist wenig öffentlich bekannt. Sie hat die Öffentlichkeit ihr gesamtes Leben gemieden, und daran hat sie auch an der Seite eines der bekanntesten ARD-Schauspieler Deutschlands nichts geändert.



Kurzprofil: Christine Gautier

NameChristine Gautier
Beziehungsbeginn mit Kockisch2009
Hochzeit2011
WohnortMadrid, Spanien
Gemeinsame KinderKeine
Kockischs SöhneZwei (aus früherer Beziehung)

Wer ist Christine Gautier?

Christine Gautier taucht in keiner öffentlichen Datenbank auf. Es gibt keinen Wikipedia-Eintrag, keine eigene Filmografie, keine Interviews. Wer ihren Namen sucht, findet Artikel über Uwe Kockisch.

Sie erschien an seiner Seite bei Premieren, wurde gelegentlich fotografiert, und das war es. In Interviews war ausschließlich er derjenige, der über sie sprach.

Was er sagte, war eindeutig. Im März 2024 gab Kockisch dem Magazin Bunte ein Interview. Er war zu diesem Zeitpunkt bereits krank. Er sagte:

„Ohne meine Christine wäre ich gar nicht mehr hier. Unsere große Liebe und glückliche Ehe halten mich am Leben.“

Neun Monate später, am 22. Dezember 2025, starb er in Madrid. Kockischs Agentin bestätigte den Tod der Deutschen Presse-Agentur unter Berufung auf Christine Gautier.


Madrid, 2005: Das Kennenlernen und warum er blieb

Kockisch wurde 1944 in Cottbus geboren und wuchs in der DDR auf. 1961, mit 17 Jahren, versuchte er mit Freunden auf einem Kutter über die Ostsee in den Westen zu fliehen. Der Plan wurde verraten. Er landete im Gefängnis und saß fast ein Jahr ab. In der Berliner Morgenpost sprach er später darüber:

„Das war für mich wie ein Dauerschockzustand. Man tut ja nur, was einem gesagt wird, und hält den Mund. Man ist kein Subjekt mehr, man ist Objekt, man kann nicht mehr selbst entscheiden. Das hat mich ganz schnell reifen lassen.“

Nach der Wende baute er sich eine Karriere im gesamtdeutschen Fernsehen auf. Er lebte in Berlin, wo er über zwei Jahrzehnte am Maxim-Gorki-Theater gespielt hatte. 2005 beendete er seine zehnjährige Beziehung mit der Schauspielerin Franziska Petri und zog nach Madrid, allein, mit dem ausdrücklichen Gefühl der Freiheit. In einem Bild-Interview beschrieb er es selbst:

„Ich bin mit dem Gefühl ,Endlich frei!‘ als Single nach Madrid gekommen. Aber ich hatte keine Chance. Nach unserem ersten Treffen wollte ich nicht mehr ohne diese Frau sein.“

Die Frau war Christine Gautier. In einem weiteren Interview erinnerte er sich an den ersten Augenblick:

„Die Tür ging auf und ich dachte: Oh, was ist das denn?“

Ab 2009 waren sie ein Paar. 2011 heirateten sie.

Kockisch hatte seit den frühen 1970er Jahren in Berlin gelebt. Das Maxim-Gorki-Theater war über zwei Jahrzehnte sein künstlerisches Zuhause, danach die Schaubühne, dann die Fernsehkarriere. Berlin war beruflich und biographisch sein Mittelpunkt. Trotzdem gab er es für Madrid auf.

2023 erklärte er in einem Bild-Interview, er lebe in Madrid, weil er dort seine Frau kennengelernt habe. Wenn Berlin im November grau werde, genieße er die spanische Sonne.

Es gibt einen Mann, der 1961 versuchte zu fliehen und dafür ins Gefängnis kam. Denselben Mann, der 2005 mit dem Wort „Endlich frei“ nach Madrid zog. Und denselben Mann, der dort freiwillig blieb, weil er Christine Gautier traf. Das ist der Bogen seines Privatlebens, und sie steht an seinem Ende.

Nach dem Ende der Donna-Leon-Reihe 2019 lebte das Paar zeitweise auch in Venedig, der Stadt, in der Kockisch als Commissario Brunetti jahrelang gedreht hatte. Madrid blieb der Hauptwohnsitz. Dort starb er.


Franziska Petri: Die Beziehung vor Christine Gautier

Von 1995 bis 2005 war Kockisch mit der Schauspielerin Franziska Petri liiert. Die Beziehung war für die deutschen Boulevardmedien damals ein Dauerthema:

  • Kockisch war zu Beginn 51 Jahre alt, Petri 22
  • Der Altersunterschied betrug knapp 30 Jahre
  • Das Paar lebte während der gesamten Beziehung in getrennten Wohnungen

Getrennte Wohnungen als Beziehungsmodell war seine Idee. Der Berliner Kurier zitierte ihn damals:

„Eine Sehnsucht, die nicht dauernd erfüllt wird, hält länger.“

2004 standen beide gemeinsam in der Donna-Leon-Folge „Sanft entschlafen“ vor der Kamera. Ein Jahr später war die Beziehung beendet. Kockisch dazu im Berliner Kurier:

„Wir beide haben gemeinsam beschlossen, uns zu trennen. Aber wir bleiben gute Freunde.“

Mit Christine Gautier war das anders. Gemeinsamer Wohnsitz, gemeinsame Stadt, gemeinsames Leben. Kockisch zog zu ihr, nicht neben ihr.


Uwe Kockisch: Schauspieler, Grimme-Preisträger, DDR-Flüchtling

Als Christine Gautier ihn 2009 kennenlernte, war Kockisch bereits einer der bekanntesten deutschen Fernsehschauspieler. Er hatte seine Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin absolviert, danach Engagements in Cottbus und Chemnitz gehabt, bevor er 1971 ans Maxim-Gorki-Theater wechselte, wo er über zwei Jahrzehnte blieb. Ab 1973 kam die Filmarbeit dazu.

Seine bekanntesten Rollen:

  • Commissario Guido Brunetti in der ARD-Reihe Donna Leon (2003 bis 2019, 22 Fälle)
  • Hans Kupfer, Stasi-Offizier, in der Serie Weissensee (2010 bis 2018)
  • Titelrolle in der Krimiserie Zappek (ab Mitte der 1990er Jahre)

Auszeichnungen:

  • Adolf-Grimme-Preis 2008 für „Eine Stadt wird erpresst“ (Regie: Dominik Graf)
  • Deutscher Fernsehpreis 2011 stellvertretend für das Weissensee-Ensemble
  • Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten 2020

Den Ehrenpreis begründete Ministerpräsident Volker Bouffier in der offiziellen Pressemitteilung mit diesen Worten:

„Uwe Kockisch hat im wahren Leben als junger Mensch Anfang der 1960er Jahre nach einem gescheiterten Fluchtversuch die Brutalität und Schonungslosigkeit der Stasi und des DDR-Systems am eigenen Leib erfahren.“

Jahrzehnte nach seiner eigenen Haft spielte er in Weissensee einen Stasi-Offizier. Christine Gautier erlebte diesen Teil seiner Karriere von Anfang an mit.


Tod am 22. Dezember 2025

Uwe Kockisch starb am 22. Dezember 2025 in einem Madrider Krankenhaus. Er wurde 81 Jahre alt. Die Zeitung Junge Welt berichtete über eine Lungenkrebserkrankung als Todesursache. Kockischs Agentin meldete den Tod der Deutschen Presse-Agentur unter Berufung auf Christine Gautier.

Er hinterließ sie und zwei Söhne aus einer früheren Beziehung.

Im März 2024 hatte er im Bunte-Interview gesagt, ohne sie wäre er nicht mehr hier. Neun Monate später stimmte das auf eine andere Art.


Häufige Fragen

Wer war Uwe Kockisch Ehefrau?

Christine Gautier. Die beiden lernten sich nach 2005 in Madrid kennen, waren ab 2009 ein Paar und heirateten 2011. Sie lebten gemeinsam in Madrid. Über Christine Gautier selbst sind keine weiteren biografischen Details öffentlich bekannt, da sie die Öffentlichkeit ihr gesamtes Leben gemieden hat.

Hatte Uwe Kockisch Kinder?

Ja, zwei Söhne aus einer früheren Beziehung. Mit Christine Gautier hatte er keine gemeinsamen Kinder. Die Namen und das Alter der Söhne sind öffentlich nicht bekannt.

Wann und woran starb Uwe Kockisch?

Er starb am 22. Dezember 2025 in Madrid im Alter von 81 Jahren. Als Todesursache wurde eine Lungenkrebserkrankung gemeldet. Den Tod bestätigte seine Agentin der Deutschen Presse-Agentur unter Berufung auf Christine Gautier.

Wer war Franziska Petri und was war ihre Verbindung zu Kockisch?

Franziska Petri ist eine deutsche Schauspielerin. Von 1995 bis 2005 war sie mit Kockisch liiert, mit einem Altersunterschied von knapp 30 Jahren. Die beiden lebten in getrennten Wohnungen und waren nie verheiratet. 2004 standen sie gemeinsam in der Donna-Leon-Folge „Sanft entschlafen“ vor der Kamera.

Warum lebte Uwe Kockisch in Madrid?

Kockisch zog 2005 nach Madrid, nachdem er sich von Franziska Petri getrennt hatte. Dort lernte er Christine Gautier kennen. Er sagte 2023 in einem Interview, er lebe in Madrid, weil er dort seine Frau kennengelernt habe. Er blieb bis zu seinem Tod am 22. Dezember 2025.

David Frueh
David Fruehhttps://nachblick.de/
Ich bin seit mehr als zwölf Jahren Journalist. Angefangen habe ich bei lokalen Verlagen in Steinbach, wo ich gelernt habe, was sorgfältige Quellenarbeit im Alltag wirklich bedeutet. In dieser Zeit habe ich in nahezu jedem Ressort gearbeitet: Tagespolitik, Gesellschaft, Wirtschaft, Sport, Kultur, Technik, Boulevardberichterstattung über Prominente, ihre Beziehungen, ihr Leben und die Geschichten, die selten vollständig erzählt werden, aktuelle Debatten, Unterhaltung und alles, was die Menschen im deutschsprachigen Raum täglich beschäftigt. Im Mai 2026 habe ich Nach Blick gegründet, mein eigenes Nachrichtenportal, das mit einem festen Team aus Redakteuren und Rechercheteuren arbeitet. Derselbe Grundsatz gilt seit dem ersten Tag: erst recherchieren, dann veröffentlichen.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Beliebte Artikel