Horst Strack-Zimmermann, geboren 1941, ist der Ehemann der FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und war über vierzig Jahre lang als Verlagsvertreter für den Sprachverlag Langenscheidt tätig. Bekannt ist sein Name vor allem, weil er im Netz häufig mit dem Beruf seiner Frau vermischt wird: Mehrere Webseiten nennen unterschiedliche, sich widersprechende Arbeitgeber, von Langenscheidt bis zu einem Verlag namens Westermann.
Inhaltsverzeichnis
Horst Strack-Zimmermann und die Verwechslung mit dem Beruf seiner Frau
Er selbst hat nie ein politisches Amt bekleidet und, soweit öffentlich bekannt, nie ein Interview über sein eigenes Leben gegeben. Dadurch entstehen offenbar auch die Verwechslungen mit dem Beruf seiner Frau. Sie war laut ihrem Profil auf WEB.DE zwischen 1988 und 2008 als Vertreterin für den Nürnberger Jugendbuchverlag Tessloff tätig, bevor sie 1999 in die aktive Politik ging. Genau dieser Werdegang taucht in mehreren Onlinetexten fälschlicherweise als seine Karriere auf, obwohl beide schlicht in derselben Branche arbeiteten.
Vierzig Jahre als Verlagsvertreter für Langenscheidt
Das Fachmagazin BuchMarkt widmete ihm 2011 zum 70. Geburtstag einen kurzen Beitrag, verfasst von jemandem aus der Branche, der ihn persönlich kannte. Darin steht, er sei über vierzig Jahre lang das Gesicht von Langenscheidt gewesen, später auch für das Bibliographische Institut, kurz BI. Sein Reisegebiet lag vor allem in Nordrhein-Westfalen und Hessen. Rund zwei Jahre vor diesem Geburtstag, also etwa 2009, gab er die aktive Reisetätigkeit auf.
Ein Verlagsvertreter dieser Generation fuhr selbst zu den Buchhandlungen, kannte viele Inhaber über Jahrzehnte persönlich und war für den Verlag oft das einzige Gesicht, das die Buchhändler je zu sehen bekamen. Diesen Berufszweig gibt es in dieser Form kaum noch, seit Bestellungen digital laufen und viele Verlage ihre Vertretungen zusammengelegt haben.
Die wichtigsten Fakten zu seiner beruflichen Laufbahn:
- Arbeitgeber: Langenscheidt, später zusätzlich das Bibliographische Institut (BI)
- Tätigkeit: Verlagsvertreter im Buchhandel
- Reisegebiet: vor allem Nordrhein-Westfalen und Hessen
- Aktive Zeit: über vierzig Jahre, Ende der Reisetätigkeit um 2009
- Geburtsjahr: 1941, damit aktuell rund 85 Jahre alt
Die Ehe von Horst und Marie-Agnes Strack-Zimmermann
Zum privaten Teil seines Lebens gibt es fast ausschließlich Aussagen seiner Frau. In einem Interview mit der Zeitschrift Bunte erzählte sie, wie es dazu kam: Sie saß in der Düsseldorfer Altstadt auf einem Motorrad, umgeben von Freunden, als er auf die Gruppe zukam und sie ansprach. Das war Anfang der Achtzigerjahre. In einem Interview aus dem Jahr 2024 bezifferte sie die gemeinsame Zeit auf rund 44 Jahre, mittlerweile dürften es eher 45 bis 46 sein.
Er ist 17 Jahre älter als sie. Über die Arbeitsteilung in der Beziehung sagte sie gegenüber Bild:
„Mein Mann hält mir den Rücken frei.“
Während sie in Berlin und Brüssel Sicherheitspolitik verhandelt, hält er ihr nach eigener Aussage seit Jahrzehnten genau das frei.
Die gemeinsamen Kinder
Das Paar hat drei gemeinsame Kinder, eine Tochter und zwei Söhne, alle mittlerweile erwachsen. Diese Angabe steht direkt in der Bundestagsbiografie von Marie-Agnes Strack-Zimmermann und wird von der Webseite der FDP bestätigt. Alle drei Kinder haben inzwischen eigene Familien, laut WEB.DE gibt es insgesamt drei Enkelkinder.
Über die Kinder selbst ist öffentlich kaum etwas bekannt. Sie geben keine Interviews und treten nicht öffentlich auf, anders als ihre Mutter, die jahrelang als Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag im Rampenlicht stand.
Wo Horst Strack-Zimmermann öffentlich auftritt
Ganz unsichtbar ist er trotzdem nicht. Bei gesellschaftlichen Terminen taucht er regelmäßig an ihrer Seite auf, dokumentiert über Bildagenturen wie Getty Images und Alamy. Dazu zählen unter anderem:
- die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2023 in der Frankfurter Paulskirche, in jenem Jahr an Salman Rushdie
- die Eröffnung der Invictus Games in Düsseldorf 2023
- der Bundespresseball 2025 im Hotel Adlon in Berlin
- der Deutsche Sportpresseball 2022 in Frankfurt
- die Verleihung des Ordens Wider den Tierischen Ernst in Aachen
Der Auftritt beim Friedenspreis des Deutschen Buchhandels fällt dabei besonders auf. Vierzig Jahre lang hatte er selbst mit dem Buchhandel zu tun, bei dieser Verleihung saß er als Gast im Publikum, an der Seite seiner Frau.
Warum im Netz widersprüchliche Angaben kursieren
Weil er nie ein Interview über sich selbst gegeben hat, fehlt für viele Fragen zu seinem Leben eine belegbare Antwort. Mehrere Webseiten haben diese Lücke in den vergangenen Monaten mit eigenen Versionen seiner Biografie gefüllt, teils mit Angaben zu seiner Kindheit, für die es keine Quelle gibt, teils mit falschen Arbeitgebern, teils mit Zitaten, die sich keiner echten Quelle zuordnen lassen.
Belastbar sind vor allem die Bundestagsbiografie und die FDP-Webseite für die familiären Angaben, das Fachmagazin BuchMarkt für die berufliche Laufbahn, sowie die Interviews seiner Frau in Bild und Bunte für die private Geschichte. Offen bleiben dagegen sein genaues Geburtsdatum über das Jahr 1941 hinaus, ein exaktes Hochzeitsdatum und Angaben zu seiner Schulzeit oder Ausbildung, dafür gibt es bislang keine öffentliche Quelle.
Quellen:
