Marie-Jeanette Steinle, seit der Heirat 2005 Marie-Jeanette Ferch, ist eine frühere Vielseitigkeitsreiterin und Polospielerin aus Bayern, geboren am 25. Dezember 1976. Sie heiratete den Schauspieler Heino Ferch und nahm seinen Namen an, im September 2024 wurde die Trennung des Paares bekannt.
Die heute 49-Jährige gehörte bis 2002 zum deutschen Bundeskader und belegte 1998 bei der WM in Rom als beste Deutsche Platz 23. Für die Olympischen Spiele 2000 in Sydney war sie nominiert und kam wegen der Verletzung ihres Pferdes nicht zum Einsatz, wie sie 2010 der Abendzeitung München sagte.
Inhaltsverzeichnis
Die wichtigsten Daten zu Marie-Jeanette Ferch
| Angabe | Stand |
|---|---|
| Name | Marie-Jeanette Ferch, geborene Steinle (Nachname Ferch seit der Heirat 2005) |
| Geboren | 25. Dezember 1976 in Bayern (49 Jahre) |
| Sport | Vielseitigkeit bis 2004, danach Polo in der Amateurklasse |
| Olympia 2000 | für Sydney nominiert, kein Start |
| Ehe | 2005 Heirat mit Heino Ferch, Trennung im September 2024 bekannt |
| Kinder | drei, geboren 2008, 2013 und 2021 |
| Vereine | Poloclub Landsberg-Ammersee, RVV Riedhausen-Brunnthal |
Sydney 2000 und die Olympia-Nominierung
Die deutsche Vielseitigkeitsmannschaft bestand in Sydney laut der Wikipedia-Seite zu den Olympischen Sommerspielen 2000 aus Marina Köhncke, Nele Hagener, Andreas Dibowski und Ingrid Klimke und belegte Rang vier. Steinle gehörte nicht zu diesem Team.
In der Meldung zur Trennung im September 2024 schrieb web.de, sie habe im Jahr 2000 an den Spielen in Sydney teilgenommen, und t-online nannte sie die Olympia-Reiterin. Die deutsche Wikipedia schreibt, sie habe sich als Mitglied des Nationalkaders für die Spiele qualifiziert.
Im Interview der Abendzeitung München vom 6. November 2010 sagte Ferch auf die Frage, warum sie nie bei Olympia gestartet sei, nominiert sei sie schon einmal gewesen. Zu Sydney sagte sie:
„…wäre ich ja gestartet, aber dann hat sich mein Pferd kurzfristig verletzt.“
Das schmerze sie noch ein wenig, räumte sie ein. Olympia sei für sie abgehakt, ihre Pferde seien auch schon älteren Jahrgangs.
Vom Nachwuchschampionat in Warendorf bis in den Bundeskader
Ihr Vater war Vielseitigkeitsreiter, die Familie stammt aus einer bayerischen Bauunternehmerfamilie und züchtet Sportpferde im sächsischen Cavertitz. Den ersten Wettbewerb gewann Steinle mit vier Jahren auf dem Pony Pedro, so der Wikipedia-Eintrag zu Marie-Jeanette Ferch.
| Jahr | Ergebnis |
|---|---|
| Mit 12 Jahren | Sieg im Stilgeländeritt beim Nachwuchschampionat in Warendorf, Note 9,8 |
| 1994 | Platz 6 bei der Junioren-Europameisterschaft |
| 1996 | Sieg im CCI** in Wiendorf |
| 1998 | Platz 5 im CCI*** in Bramham und in Achselschwang, Platz 23 bei der WM in Rom als beste Deutsche |
| 2000 | Platz 7 bei der Deutschen Meisterschaft, Platz 3 im CCI* in Jerez de la Frontera, Platz 6 im CCI** in Punchestown |
| 2001 | Platz 8 bei der Deutschen Meisterschaft, Teilnahme an der Europameisterschaft, Platz 11 bei der WM der jungen Pferde |
| 2002 | Sieg im CIC** in Steinberg |
| 2003 | Sieg im CIC*/** in Vairano, Platz 15 der nationalen Rangliste |
1998 erhielt sie laut Wikipedia den Ehrenteller des Bayerischen Staatsministeriums als jüngste Teilnehmerin der WM. Staatsminister Josef Miller nannte sie die beste Vielseitigkeitsreiterin Deutschlands.
Steinle gehörte dem bayerischen Eventing-Kader an und bis einschließlich 2002 dem deutschen Bundeskader, neben Andreas Dibowski, Bettina Hoy und Ingrid Klimke. In der Rangliste 2003 stand sie hinter Hoy, Dibowski, Michael Jung und Frank Ostholt. Daneben trainierte sie Nachwuchspferde und stellte sie in Prüfungen vor. Als Ausbilder des Paares Steinle und Traque le Vent nennt Wikipedia Ludger Beerbaum, Rüdiger Schwarz und den Briten Rodney Powell.
Der Wechsel zum Polo
2004 wechselte Ferch vom Vielseitigkeitsreiten zum Polo. Ihr Handicap beim Deutschen Poloverband verbesserte sich zwischen 2004 und 2008 von minus 2 auf plus minus null und lag laut Wikipedia auch 2017 noch dort. 2007 gewann ein Team des Poloclubs Landsberg, an dem sie beteiligt war, den Nissan Cup beim 3. Süddeutschen Polo-Derby. 2008 wurde sie beim Snow-Arena-Turnier in Liechtenstein als beste Spielerin ausgezeichnet.
Anfang November 2010 gewann sie bei den Munich Indoors mit dem Pferd Nina eine Springprüfung der Medium Tour. Als Besitzer war ihr Mann eingetragen, weil er das Pferd ausgesucht und gekauft hatte. Sie selbst besitze auch einige Pferde, sagte sie der Abendzeitung.
Dem Vielseitigkeitsreiten habe sie den Rücken gekehrt, weil der Sport professionell sehr aufwendig sei, mit Pferdepflege von sieben Uhr morgens bis zehn Uhr abends. Sie reite nur noch zum Spaß und um Freunde zu treffen. Als sportliches Vorbild nannte sie den Springreiter Marcus Ehning, mit dem sie sehr gut befreundet sei. Sie ritt damals täglich und arbeitete als Unternehmerin auf dem Immobilienmarkt. Am Ammersee besaß das Paar einen gemeinsamen Stall.
Heino Ferch war über eine Charity-Anfrage in Berlin-Brandenburg zum Polo gekommen. Beide spielten im Poloclub Landsberg-Ammersee, und er hatte 2010 inzwischen dasselbe Handicap wie sie, plus minus null.
Ehe mit Heino Ferch und die Trennung im September 2024
Laut der englischsprachigen Wikipedia lernten sich die Reiterin und der Schauspieler 2002 beim Bayerischen Fernsehpreis kennen. 2005 heirateten sie. Aus der Ehe gehen drei Kinder hervor.
- Ava, geboren 2008, Springreiterin
- Gustav, geboren 2013
- Karl, geboren 2021
Im September 2024 wurde die Trennung bekannt. Heino Ferchs Anwalt Christian Schertz bestätigte sie laut web.de gegenüber der Bild, bat um Respekt vor der Privatsphäre der Familie und kündigte keine weiteren Erklärungen an. Berliner Kurier und t-online rechneten mit 19 Jahren Ehe, web.de mit rund 22 gemeinsamen Jahren seit 2002. Die Kinder waren damals 15, 10 und 3 Jahre alt.
Aachen im Mai 2026: Tochter Ava gewinnt den Staffel-Wettbewerb
Beim TSCHIO Aachen im Mai 2026 gewann Ava Ferch, 17, gemeinsam mit der deutschen Meisterin Anna Sandmann den Staffel-Wettbewerb aus Springreiten, Sprint zur Kutsche und Vierspänner-Fahren. Ihr Wallach Elvic ging fehlerfrei durch den Parcours. Der Bild sagte Ava, sie habe Elvic seit einem Jahr und er sei ihr bester Freund.
Marie-Jeanette Ferch sagte der Bild laut Promiflash, bei der Siegerehrung seien ihr die Tränen gekommen. Aachen sei „wie Wimbledon fürs Tennis“, und es sei Avas großer Traum gewesen, dort zu reiten.
Schon 2019 hatte sie bei den Munich Indoors gegenüber reitturniere.de erzählt, dass Ava begeisterte Springreiterin ist. Aus eigener Erfahrung wisse sie, dass Pferde Kindern und Jugendlichen ein sehr guter Freund sein können. Den Pony-Cup dort, bei dem Kinder mit ihren Ponys Spendengelder erspringen, hat die Familie nach ihren Worten bei Turnierchef Volker Wulff angeregt. Die Spenden sollten 2019 an das ambulante Kinderhospiz Theotinum gehen, sagte Heino Ferch in dem Interview.
