Top 5 dieser Woche

Ähnliche Artikel

Sabine Hoeneß: Tochter von Uli Hoeneß, Privatperson und Sabine Stühler

Sabine Hoeneß ist die Tochter des früheren FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß und seiner Frau Susanne Hoeneß, in Bayern besser bekannt als Susi. Sie wuchs in München auf, heiratete und führt ihr Leben seit Jahren unter dem Namen Sabine Stühler weitgehend außerhalb der Öffentlichkeit. Öffentliche Auftritte beschränken sich auf vereinzelte Bayern-Veranstaltungen, darunter die Jahreshauptversammlung des FC Bayern München im November 2019 in der Olympiahalle, wo sie neben ihrer Mutter fotografiert wurde. Ihr Cousin ist Sebastian Hoeneß, aktueller Cheftrainer des VfB Stuttgart.


Sabine Hoeneß: Familiärer Hintergrund im Überblick

Vollständiger NameSabine Hoeneß, verheiratet Sabine Stühler
VaterUli Hoeneß, Weltmeister 1974, Bayern-Geschäftsführer ab 1979, Präsident 2009 bis 2014 und 2016 bis 2019, heute Ehrenpräsident
MutterSusanne Hoeneß, bekannt als Susi
OnkelDieter Hoeneß, ehemaliger Bundesligastürmer bei VfB Stuttgart und Bayern München, 1986er WM-Kader
CousinSebastian Hoeneß, Cheftrainer VfB Stuttgart seit April 2023
WohnortMünchen
Öffentliche RolleKeine, Privatperson

Wer ist Sabine Hoeneß?

Sabine Hoeneß wuchs in einem Haushalt auf, in dem Fußball nicht Freizeitbeschäftigung war, sondern Beruf und öffentliche Verantwortung. Ihr Vater Uli Hoeneß übernahm 1979 die Geschäftsführung des FC Bayern München, kaum zwei Jahre nach seinem Karriereende mit 27 Jahren, das ein Kniegelenksschaden erzwungen hatte. Was folgte, waren mehr als vier Jahrzehnte, in denen er den Verein zu einer der bekanntesten Fußballmarken Europas formte.

Sabine selbst wählte einen anderen Weg. Sie schlug keine Karriere im Fußball ein, trat öffentlich kaum in Erscheinung und heiratete. Ihr Nachname ist seither Stühler. Bei offiziellen FC-Bayern-Anlässen ist sie gelegentlich zu sehen, die Jahreshauptversammlung 2019 in der Olympiahalle München ist dokumentiert durch Fotos des Getty-Fotografen Alexander Hassenstein. Interviews hat sie nie gegeben. Ein öffentliches Berufsprofil existiert nicht.

In einer Familie, in der nahezu jedes Mitglied eine klar definierte öffentliche Rolle innehat oder innehatte, ist Sabine Hoeneß die Ausnahme.


Uli Hoeneß, der Steuerprozess und die Familie als öffentliches Bild

Wer Sabine Hoeneß verstehen will, muss verstehen, welche Rolle die Familie in der öffentlichen Selbstdarstellung ihres Vaters gespielt hat.

Uli Hoeneß hat den FC Bayern nicht allein als Fußballverein geführt. Er hat ihn mit einem Selbstbild verknüpft, das auf Begriffen wie Bodenständigkeit, Loyalität und familiärem Zusammenhalt basierte. Das Motto Mia san mia war nie nur eine Beschreibung des Spielstils, sondern auch eine Haltung nach außen: Wir stehen zueinander, auch wenn es schwierig wird.

Als 2014 der Steuerprozess begann und Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 28,5 Millionen Euro zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt wurde, stand Susanne Hoeneß neben ihm. Die deutschen Medien berichteten ausführlich über die Gerichtstage, die Kameras schwenkten regelmäßig zu ihr. Nach seiner Entlassung sagte Uli Hoeneß öffentlich:

„Meine Frau hat in dieser Zeit wie eine Löwin gekämpft.“

Sabine Hoeneß war in dieser Phase Teil der Familie, die in der Öffentlichkeit als Einheit wahrgenommen wurde. Als Person mit eigenem öffentlichen Profil trat sie dabei nicht in Erscheinung.


DFB-Pokal-Finale 2026: Ein Hoeneß auf der Verliererseite

Am 23. Mai 2026 spielten der FC Bayern München und der VfB Stuttgart im Berliner Olympiastadion um den DFB-Pokal. Bayern gewann 3:0, Harry Kane erzielte alle drei Tore und sicherte dem Verein das Double.

Auf der anderen Seite der Partie stand Sebastian Hoeneß als Trainer des VfB Stuttgart. Er ist der Sohn von Dieter Hoeneß, dem jüngeren Bruder von Uli, und damit Sabines Cousin. In drei Jahren hatte Sebastian Hoeneß Stuttgart grundlegend verändert: von Tabellenplatz 18 in der Saison 2022/23 über den zweiten Bundesligaplatz mit 73 Punkten und die Champions-League-Qualifikation 2023/24 bis zum DFB-Pokal-Sieg 2024/25, einem 4:2 im Finale gegen Arminia Bielefeld. Es war der erste große Titel für Stuttgart seit der Bundesligameisterschaft 2007.

Nach dem verlorenen Finale im Mai 2026 sagte Sebastian Hoeneß:

„Die Enttäuschung ist noch da, und natürlich auch der Stolz. Ich weiß, dass wir 55, 60 Minuten lang ein sehr gutes Spiel gemacht haben.“

Seinen Vertrag beim VfB Stuttgart verlängerte er im März 2025 bis Juni 2028. Associated Press berichtete, dass dieser Vertrag keine Ausstiegsklausel enthält. Vor der Verlängerung war sein Name mit dem Trainerposten beim FC Bayern München, bei RB Leipzig und laut Medienberichten auch bei Manchester United in Verbindung gebracht worden. Er entschied sich gegen alle Optionen und blieb in Stuttgart.


Die Familie Hoeneß im deutschen Fußball: Rollen und Stationen

FamilienmitgliedVerein / FunktionZeitraum
Uli HoeneßFC Bayern München, Spieler1970 bis 1979
Uli HoeneßFC Bayern München, Geschäftsführer und Präsident1979 bis 2019
Uli HoeneßFC Bayern München, Ehrenpräsidentseit November 2019
Dieter HoeneßVfB Stuttgart, Stürmer1975 bis 1979
Dieter HoeneßFC Bayern München, Stürmer1979 bis 1987
Sebastian HoeneßFC Bayern II, Cheftrainer (3. Liga Meister)2019 bis 2020
Sebastian HoeneßTSG Hoffenheim, Cheftrainer2020 bis 2022
Sebastian HoeneßVfB Stuttgart, Cheftrainerseit April 2023
Sabine HoeneßKeine öffentliche Funktion

Sabine Stühler: Der Name außerhalb des Rampenlichts

Wer heute nach Sabine Hoeneß sucht, findet in erster Linie Berichte über ihren Vater. Das liegt an der schieren Menge an Öffentlichkeit, die Uli Hoeneß über Jahrzehnte auf sich gezogen hat, und an dem Umstand, dass Sabine selbst konsequent keine eigene öffentliche Präsenz aufgebaut hat.

Unter ihrem Heiratsnamen Sabine Stühler tritt sie so gut wie nicht öffentlich auf. Die Jahreshauptversammlung des FC Bayern im November 2019 gehört zu den wenigen dokumentierten Gelegenheiten, bei der sie neben ihrer Mutter Susi in den Medien auftauchte. Fotos dieser Veranstaltung, aufgenommen in der Olympiahalle München, sind über Getty Images archiviert.

Der Name Hoeneß verbindet in der deutschen Fußballgeschichte Weltmeistertitel, Europapokalsiege, ein Steuerstrafverfahren, eine Vereinspräsidentschaft, einen DFB-Pokal-Triumph 2025 und eine Finalniederlage 2026. All das innerhalb einer Familie. Sabine Hoeneß ist Teil dieser Geschichte, ohne je aktiv in sie eingegriffen zu haben.


Die Hoeneß-Familie im deutschen Fußball 2026

Die Saison 2025/26 hat eine Konstellation sichtbar gemacht, die es im deutschen Fußball in dieser Form noch nicht gegeben hat. Sabine Hoeneß trägt den Namen einer Familie, die 2026 gleichzeitig auf der Sieger- und auf der Verliererseite des wichtigsten deutschen Pokalwettbewerbs vertreten war. Uli Hoeneß baute den FC Bayern über vier Jahrzehnte zur dominanten Kraft im deutschen Fußball auf. Sein Bruder Dieter spielte für Stuttgart und für Bayern. Dieters Sohn Sebastian trainiert heute jenen Verein, den sein Onkel in München aufgebaut hat, und verlor im Mai 2026 das Finale gegen eben diesen Klub.

Bundesliga.com beschrieb Sebastian Hoeneß zuletzt als einen der meistgesuchten Trainer Europas. Er bleibt in Stuttgart. Uli Hoeneß ist Ehrenpräsident in München.

Sabine Hoeneß lebt in München, ist unter dem Namen Stühler verheiratet und hat in all diesen Entwicklungen keine öffentliche Rolle eingenommen. Ob sie das wird ändern wollen, hat sie nie kommentiert.


Quellen: Bundesliga.com, Sebastian Hoeneß · Wikipedia, Sebastian Hoeneß · Getty Images, Alexander Hassenstein / Bongarts, FC Bayern Jahreshauptversammlung, Olympiahalle München, 15. November 2019 · Der Standard, DFB-Pokal-Finale 2026 · Associated Press, März 2025, Vertragsverlängerung Sebastian Hoeneß VfB Stuttgart

Lesen Sie auch: Hannah Waddingham Größe: 180 cm, drei Olivier-Nominierungen und eine Branche, die beides lange übersah

David Frueh
David Fruehhttps://nachblick.de/
Ich bin seit mehr als zwölf Jahren Journalist. Angefangen habe ich bei lokalen Verlagen in Steinbach, wo ich gelernt habe, was sorgfältige Quellenarbeit im Alltag wirklich bedeutet. In dieser Zeit habe ich in nahezu jedem Ressort gearbeitet: Tagespolitik, Gesellschaft, Wirtschaft, Sport, Kultur, Technik, Boulevardberichterstattung über Prominente, ihre Beziehungen, ihr Leben und die Geschichten, die selten vollständig erzählt werden, aktuelle Debatten, Unterhaltung und alles, was die Menschen im deutschsprachigen Raum täglich beschäftigt. Im Mai 2026 habe ich Nach Blick gegründet, mein eigenes Nachrichtenportal, das mit einem festen Team aus Redakteuren und Rechercheteuren arbeitet. Derselbe Grundsatz gilt seit dem ersten Tag: erst recherchieren, dann veröffentlichen.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Beliebte Artikel