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Hannah Waddingham Größe: 180 cm, drei Olivier-Nominierungen und eine Branche, die beides lange übersah

Hannah Waddingham Größe ist offiziell mit 1,80 Metern angegeben, das entspricht 5 Fuß 11 Zoll. IMDb führt diesen Wert, Waddingham hat ihn in mehreren Interviews selbst bestätigt, und wer sie beim Eurovision Song Contest 2023 in Liverpool neben Alesha Dixon, Julia Sanina und Graham Norton auf der Bühne stehen sah, brauchte keine weiteren Belege. Sie überragte alle drei deutlich. Was hinter dieser Zahl steckt, ist eine Karrieregeschichte, die zwanzig Jahre brauchte, um dort anzukommen, wo sie heute steht.

Hannah Waddingham auf einen Blick

Voller NameHannah Waddingham
Geburtsdatum28. Juli 1974
GeburtsortWandsworth, London
Körpergröße180 cm (5 ft 11 in)
BerufSchauspielerin, Sängerin, TV-Moderatorin
AusbildungAcademy of Live and Recorded Arts (ALRA), London
TochterKitty (geb. 2014)
Bekannt durchTed Lasso, Game of Thrones, Eurovision 2023
AuszeichnungenEmmy Award, SAG Award, 2x Critics‘ Choice, 3x Olivier-Nominierung

Was 180 cm für eine Schauspielerin bedeutet

Mit 1,80 Metern liegt Waddingham weit über dem internationalen Durchschnitt für Frauen, der bei etwa 163 cm liegt. Selbst unter bekannten großen Schauspielerinnen fällt sie auf. Gwendoline Christie, als Brienne von Tarth in Game of Thrones bekannt, misst 1,91 Meter und gehört zu den wenigen Kolleginnen, die sie überragen.

Am Set von Game of Thrones bekam Waddingham für ihre Rolle als Septa Unella Schuhe mit zehn Zentimeter Absatz. Ihre eigene Erinnerung daran: „I’m 5ft 11in anyway and then they gave me 4in heeled shoes so I felt absolutely enormous.“

Dass ihre Körpergröße eine Stärke sein kann, hat sie früh erkannt. In einem Karriere-Interview sagte sie: „The thing that’s nice about being nearly six feet tall is that I’ve always had principal roles.“ Das klingt nach einer einfachen Gleichung. Tatsächlich war es jahrzehntelang keine.


Die Karriere, die kaum jemand kannte

Waddingham wuchs in Wandsworth, Süd-London, auf. Ihre Mutter Melodie Kelly war Opernsängerin, beide Großeltern mütterlicherseits ebenfalls. Musik und Bühne waren in dieser Familie keine Ausnahme. Mit vier Jahren erklärte Waddingham ihren Eltern, Schauspielerin werden zu wollen. Ihr Vater Harry, pensionierter Marketingdirektor und früheres Model, hat diesen Moment später öffentlich erzählt.

Nach ihrem Abschluss an der Academy of Live and Recorded Arts (ALRA) in London folgte eine Bühnenkarriere, die für jeden, der das West End kennt, beeindruckend ist. Sie spielte die Lady of the Lake in der Londoner Originalproduktion von Spamalot und brachte dieselbe Rolle auf den Broadway. In Trevor Nunns Inszenierung von A Little Night Music übernahm sie die Desirée Armfeldt, ein Kritiker beschrieb sie damals als die „Joanna Lumley des Musiktheaters“. Drei Olivier-Award-Nominierungen kamen in dieser Zeit zusammen.

International kannte sie trotzdem kaum jemand.

Das Fernsehen hatte sie früh entdeckt, aber in Rollen, die ihrer Statur mehr Aufmerksamkeit schenkten als ihrem Können. Seit 2008 war sie in Produktionen zu sehen: im Oscar-nominierten Ensemblefilm Les Misérables (2012), in der ITV-Comedyserie Benidorm (2014), später in Krypton und Sex Education. Die Rollen blieben klein. Und die Rollen, die ihre Körpergröße ihr einbrachte, hatten meistens kaum Text.


Game of Thrones: acht Episoden, ein einziges Wort

2015 kam die Rolle, die alles vorbereiten sollte, ohne dass irgendjemand das damals ahnte.

Septa Unella, acht Episoden in Game of Thrones. Eine Figur der Glaubensgarde ohne nennenswerten Dialog, deren Aufgabe darin bestand, Cersei Lannister durch die Straßen von Königsmund zu begleiten und dabei ein einziges Wort zu rufen: Shame. Die Produzenten hatten Waddingham wegen ihres Blicks, ihrer Haltung und ihrer physischen Präsenz gecastet. Keine Charakterentwicklung, kein Text. Nur die Wirkung, die eine große Frau in einer langen Robe auf eine Szene haben kann.

Die Dreharbeiten selbst waren für Waddingham belastend. In einem Interview mit Late-Show-Moderator Stephen Colbert berichtete sie, dass die Szene, in der Cersei später Rache an Septa Unella nimmt und die Figur mit Wein übergossen wird, starke Klaustrophobie ausgelöst hatte.

Trotzdem wurde diese stumme Rolle zum Schlüssel für das, was danach kam.


Die E-Mail, die Ted Lasso möglich machte

Als die Produzenten von Ted Lasso 2020 über die Besetzung der Rebecca Welton nachdachten, zögerten sie bei Waddingham. Die Figur, Besitzerin des Fußballclubs AFC Richmond, war die emotionale Hauptachse der Serie. Verletzlichkeit, Tiefe, Widersprüche. Nichts davon hatte Waddingham in ihren bisherigen Fernsehrollen zeigen können.

Was dann passierte, hat sie selbst in mehreren Interviews erzählt. Die Game-of-Thrones-Schöpfer David Benioff und Dan Weiss schrieben persönlich eine E-Mail an die Produzenten. Der Betreff: „What are we even discussing here?“ Waddingham beschrieb die Nachricht später als „such a beautiful, quiet, genuine endorsement of, ‚Let the girl play.'“

Sie bekam die Rolle. 2021 gewann sie dafür den Primetime Emmy Award als beste Nebendarstellerin in einer Comedyserie. In ihrer Dankesrede auf der Bühne sprach sie direkt zur Branche: „West End musical theatre performers need to be onscreen more. Please give them a chance, because we won’t let you down.“ Den Emmy-Award stellt sie seitdem in Kittys Zimmer auf. Kitty, geboren 2014, ist ihre Tochter mit Ex-Partner Gianluca Cugnetto.


Gemobbt wegen ihrer Körpergröße

Die Souveränität, mit der Waddingham heute über ihre Statur spricht, ist nicht immer da gewesen.

In der Kelly Clarkson Show 2023 sprach sie offen darüber: „I was properly bullied. I got it terrible. They used to tease me about my height when they were much much smaller but… in your face… look at me now!“

Gegenüber der Mail on Sunday war sie konkreter: „I was badly bullied for my height. They called me lanky freak.“

Ihr Vater Harry hatte ihr nach eigener Aussage von Kindesbeinen an beigebracht, für sich einzustehen. Dass sie trotzdem lange gebraucht hat, um sich in ihrer Körpergröße wirklich wohlzufühlen, hat sie nie verleugnet. Bei einem Pressetermin in London 2024, anlässlich von The Garfield Movie, gab sie großen Frauen diesen Rat: „Never slouch, physically, emotionally, mentally, spiritually, never slouch for anyone, ever. Because I feel like I did for a long time, to feel like you fit in.“


Von Liverpool bis Cannes: Waddinghams Karriere seit 2023

Nach dem Emmy-Gewinn öffneten sich Türen, die vorher verschlossen geblieben waren.

2023 moderierte sie den Eurovision Song Contest in Liverpool, alle drei Shows, gemeinsam mit Alesha Dixon und Julia Sanina. Großbritannien veranstaltete den Wettbewerb stellvertretend für die Ukraine. In einer Pressekonferenz erklärte Waddingham, warum ihr diese Moderation persönlich wichtig war: „People voting from the bomb shelters hits me more than anything and there’s the reason I wanted to get involved.“ Im selben Jahr übernahm sie die Sprechrolle der Göttin Deliria in der Fox-Animationsserie Krapopolis, eine Leistung, für die sie eine Emmy-Nominierung als beste Sprecherin erhielt.

2024 folgten zwei Kinostarts: als Filmproduzentin Gail Meyer in The Fall Guy an der Seite von Ryan Gosling und Emily Blunt, und als Stimme der Antagonistin Jinx in The Garfield Movie.

Im Mai 2025 feierte Mission: Impossible — The Final Reckoning Weltpremiere beim Filmfestival in Cannes, Kinostart in den USA war der 23. Mai 2025. Waddingham spielt darin Admiral Neely. Ebenfalls 2025 ist sie als Grand Councilwoman in der Realverfilmung von Lilo & Stitch zu hören.

Waddingham im Größenvergleich mit bekannten Persönlichkeiten

PersonKörpergrößeKontext
Hannah Waddingham180 cmselbst bestätigt, IMDb
Gwendoline Christie191 cmGame of Thrones, allgemein bekannt
Brett Goldstein180 cmTed-Lasso-Kollege, laut IMDb
Graham Norton173 cmEurovision 2023, laut National World
Alesha Dixon169 cmEurovision 2023, laut National World
Julia Sanina164 cmEurovision 2023, laut National World

Mit den Schuhen, die die GoT-Kostümabteilung ihr gab, kam sie am Set auf über 185 cm.


Häufige Fragen zu Hannah Waddingham

Wie groß ist Hannah Waddingham? Hannah Waddingham ist 1,80 Meter groß, das entspricht 5 Fuß 11 Zoll. Der Wert ist auf IMDb verzeichnet und durch mehrere eigene Aussagen Waddinghams in Interviews belegt.

Hat sie als Kind gewusst, dass sie Schauspielerin werden will? Ja. Ihr Vater Harry hat öffentlich erzählt, dass sie mit vier Jahren erklärte, Schauspielerin werden zu wollen.

Welche Rolle hat sie in Game of Thrones gespielt? Septa Unella, eine Figur der Glaubensgarde, in acht Episoden der fünften und sechsten Staffel. Die Rolle hatte kaum Dialog.

Wann hat sie den Emmy gewonnen? 2021, bei den 73. Primetime Emmy Awards, als beste Nebendarstellerin in einer Comedyserie für ihre Rolle als Rebecca Welton in Ted Lasso.

Hat sie Eurovision moderiert? 2023 in Liverpool moderierte sie alle drei Shows des Eurovision Song Contests gemeinsam mit Alesha Dixon, Julia Sanina und Graham Norton.

Was sind ihre neuesten Projekte? Mission: Impossible — The Final Reckoning (Mai 2025, Rolle: Admiral Neely) und Lilo & Stitch (2025, Sprechrolle: Grand Councilwoman). In der Animationsserie Krapopolis ist sie weiterhin als Deliria zu hören.


Hannah Waddingham Größe: 180 cm und ein langer Weg dorthin

Hannah Waddingham Größe von 1,80 Metern war in ihrer Schulzeit der Grund, weshalb Mitschüler sie mobbten. Am Set von Game of Thrones war sie der Grund, weshalb die Kostümabteilung ihr noch höhere Absätze gab. In den ersten zwanzig Jahren ihrer Karriere war sie der Grund, weshalb sie Rollen bekam, in denen ein langer Schatten mehr zählte als ein langer Text.

Mit 46 Jahren spielte sie Rebecca Welton, eine Figur, bei der ihre Körpergröße für die Handlung keine Rolle spielte. Was zählte, war alles andere. Dass sie dafür einen Emmy gewann und seitdem in Filmen von Cannes bis Hollywood zu sehen ist, beschreibt weniger einen späten Durchbruch als eine Branche, die lange gebraucht hat, um das Richtige zu sehen.


Quellen: IMDb — Hannah Waddingham · BBC News — Eurovision 2023 Hosts · Variety — Mission: Impossible The Final Reckoning

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David Frueh
David Fruehhttps://nachblick.de/
Ich bin seit mehr als zwölf Jahren Journalist. Angefangen habe ich bei lokalen Verlagen in Steinbach, wo ich gelernt habe, was sorgfältige Quellenarbeit im Alltag wirklich bedeutet. In dieser Zeit habe ich in nahezu jedem Ressort gearbeitet: Tagespolitik, Gesellschaft, Wirtschaft, Sport, Kultur, Technik, Boulevardberichterstattung über Prominente, ihre Beziehungen, ihr Leben und die Geschichten, die selten vollständig erzählt werden, aktuelle Debatten, Unterhaltung und alles, was die Menschen im deutschsprachigen Raum täglich beschäftigt. Im Mai 2026 habe ich Nach Blick gegründet, mein eigenes Nachrichtenportal, das mit einem festen Team aus Redakteuren und Rechercheteuren arbeitet. Derselbe Grundsatz gilt seit dem ersten Tag: erst recherchieren, dann veröffentlichen.

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