Anton Wempner ist der Adoptivsohn des Schauspielers Rolf Becker und der Schauspielerin Sylvia Wempner. Das Ehepaar nahm ihn 2004 als Kind an. Am 5. Dezember 2012 spielte er im Ersten die Hauptrolle des Fabian Haas im Fernsehfilm „Zappelphilipp“ unter der Regie von Connie Walther. Rolf Becker, Vater der Schauspieler Ben und Meret Becker, starb am 12. Dezember 2025 im Alter von 90 Jahren in Hamburg.
Wie der Junge in die Familie kam, schildert ein Porträt von Rolf Becker im Mitgliedermagazin des Naturschutzbundes NABU aus dem Jahr 2006.
Inhaltsverzeichnis
Aufnahme bei Familie Becker: Was das Porträt von 2006 festhält
Das Magazin „Naturschutz heute“ druckte das Porträt in der Ausgabe 1/2006. Autor Malte Siegert beschreibt darin Rolf Becker, Jahrgang 1935, und seine Familie. Dem Text zufolge hatte das Hamburger „Projekt Findelbaby“ dem Ehepaar Becker und Wempner den Jungen vier Jahre zuvor anvertraut. Vorgesehen war zunächst eine Pflege auf Zeit. Auf eine lange und zermürbende Auseinandersetzung mit dem Jugendamt folgte die Adoption, auch um dem Kind ein Leben im Heim zu ersparen.
Becker wollte im Ruhestand seine Lebensgeschichte aufschreiben. Nach eigener Darstellung wickelte er dann „plötzlich selbst wieder ein eigenes Baby“. Siegert beschreibt, wie der vierjährige Anton im Hamburger Stadtteil St. Georg vor einem Kindergarten auf seinen Vater zuläuft. Als Jahr der Adoption führt die Wikipedia 2004 an.
Familie Becker im Überblick: Eltern, Brüder und Geschwister
| Person | Beziehung zu Anton |
|---|---|
| Rolf Becker (1935 bis 2025) | Adoptivvater, Schauspieler und Sprecher |
| Sylvia Wempner (geboren 1954) | Adoptivmutter, Schauspielerin und Dozentin |
| Max und Emil | Brüder, leibliche Söhne von Rolf Becker und Sylvia Wempner |
| Ben Becker (geboren 1964) | Bruder über den Adoptivvater, Sohn aus Beckers Ehe mit Monika Hansen |
| Meret Becker (geboren 1969) | Schwester über den Adoptivvater, Tochter aus Beckers Ehe mit Monika Hansen |
Rolf Becker und Sylvia Wempner waren seit 1980 verheiratet. Einem breiten Publikum war Becker als Otto Stein in der Serie „In aller Freundschaft“ bekannt. Die Filmdatenbank IMDb führt den Adoptivsohn in der Familienübersicht von Sylvia Wempner unter dem Namen Anton Becker.
Fabian Haas in „Zappelphilipp“: Rolle, Besetzung und Kritik
Worum es im Film geht
Die Grundschullehrerin Hannah Winter, gespielt von Bibiana Beglau, bekommt in ihrer dritten Klasse den neunjährigen Fabian Haas. Die Inhaltsangabe der ARD beschreibt ihn als Jungen mit Symptomen von ADHS. Einige Eltern halten eine Behandlung mit Medikamenten für nötig, auch an Fabians Mutter Miriam Haas, gespielt von Andrea Wenzl, wird die Forderung herangetragen. Hannah Winter hält Medikamente für unnötig. Das Drehbuch schrieb Silke Zertz.
Die Figur ist neun Jahre alt. Der Darsteller war zum Zeitpunkt der Ausstrahlung nach einem Bericht von stadtmagazin.com elf.
| Angabe | Zappelphilipp (2012) |
|---|---|
| Erstausstrahlung | Mittwoch, 5. Dezember 2012, 20.15 Uhr, Das Erste |
| Regie | Connie Walther |
| Drehbuch | Silke Zertz |
| Hauptrollen | Bibiana Beglau (Hannah Winter), Anton Wempner (Fabian Haas) |
| Auszeichnungen 2013 für den Film | FIPA d’Or als bester Fernsehfilm, Deutscher Kamerapreis für den Schnitt |
Beide Auszeichnungen sind im Eintrag bei filmportal.de verzeichnet. Den FIPA d’Or erhielt Regisseurin Connie Walther.
Das sagten die Kritiker
- Der Fernsehtipp auf evangelisch.de hielt fest, dass der Film von der Glaubwürdigkeit seiner Hauptfigur abhängt, und sah sie bei dem jungen Darsteller erfüllt.
- Die Programmzeitschrift prisma bezeichnete seinen Auftritt als „erstaunlich“.
- Quotenmeter bewertete den Film am 4. Dezember 2012 kritisch. Das Drehbuch behandle das Thema einseitig und scheine die medikamentöse Behandlung von ADHS grundsätzlich abzulehnen. Anton Wempner erwähnt die Besprechung nur in der Besetzungsliste, Bibiana Beglau spiele glaubwürdig, wo es möglich sei.
Wie viel über Anton Wempner dokumentiert ist
Ein Interview mit ihm ist nicht bekannt, ein Geburtsdatum geben die geprüften Quellen nicht an. Mehrere Webseiten schreiben ihm weitere Filmarbeiten und einen Beruf zu, eine Quelle haben sie dafür nicht. Auf filmportal.de ist bis heute nur „Zappelphilipp“ für ihn verzeichnet.

