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Claudia Smiatek: Malerin, Autorin und Ehefrau von Sigmar Solbach

Wer nach Claudia Smiatek sucht, bekommt von den meisten Seiten einen einzigen Satz: Sie ist die Frau von Sigmar Solbach. Das stimmt. Vollständig ist es nicht. Sie hat 2017 einen funktionierenden Beruf aufgegeben, um Vollzeitkünstlerin zu werden, hat seitdem in sieben Ländern ausgestellt, drei Hörbücher veröffentlicht und zweimal bei ARD Brisant gestanden. Diese Geschichte beginnt achtzehn Jahre früher, mit einem Aquarellkurs.



1999: Ein Aquarellkurs, der achtzehn Jahre später zählt

1999 nimmt Claudia Smiatek an einem Aquarellkurs teil. Was daraus wird, zeigt sich erst 2017.

Zwischen diesen beiden Jahren liegt eine vollständige Existenz als Psychotherapeutin. Sie arbeitete in München als Heilpraktikerin für Psychotherapie, mit den Schwerpunkten Gesprächstherapie, Transformationstherapie und Bewusstwerdung durch Meditation. Sie hielt Vorträge, leitete Seminare, gab regelmäßig Meditationskurse. Parallel dazu malte sie, experimentierte mit Materialien, baute sich neben dem Beruf etwas auf.

2017 gab sie die Psychotherapie auf. Auf ihrer Website schreibt sie: „Von da an habe ich mich durch Experimentieren mit verschiedensten Materialien kontinuierlich weiterentwickelt. 2017 habe ich meinen Beruf als Psychotherapeutin aufgegeben, um mich voll und ganz der Kunst zu widmen.“

Achtzehn Jahre zwischen dem ersten Aquarellkurs und der Entscheidung, alles darauf zu setzen.


Claudia Smiatek und Sigmar Solbach: Vom Kennenlernen 1989 bis zur Hochzeit

Claudia Smiatek, nach ihrer Heirat auch als Claudia Solbach bekannt, lebt und arbeitet in München. Bevor die Psychotherapie in ihr Leben kam, arbeitete sie als Maskenbildnerin beim Theater. Dort, 1989, begegnete ihr Sigmar Solbach zum ersten Mal.

Er drehte damals Serien wie Die Schwarzwaldklinik und Das Erbe der Guldenburgs. Sie arbeitete hinter den Kulissen. Der erste Kuss folgte zehn Jahre später.

Im Juli 2002 heirateten sie, in einer buddhistischen Zeremonie. Sowohl Claudia als auch Sigmar Solbach teilen eine Verbundenheit zum Buddhismus und praktizieren Yoga. Sigmar Solbach sagte gegenüber spot on news über ihre Ehe: „Unsere Amplituden schwingen auf der gleichen Wellenlänge. Keiner versucht den anderen zu steuern oder zu verändern. Unsere gemeinsame Überschrift lautet: Toleranz.“

Claudia brachte ihre Tochter Sonja in die Ehe mit. Sigmar Solbach adoptierte sie offiziell, obwohl Sonja zu diesem Zeitpunkt bereits erwachsen, verheiratet und selbst Mutter zweier Kinder war. Sie lebt mit ihrer Familie am Bodensee. Aus Sigmars erster Ehe stammt Sohn Marc Oliver Solbach, geboren 1975.


Wie sie malt und was dahintersteckt

Claudia Smiatek arbeitet unter ihrem Künstlernamen Claudia Solbach und betreibt das Label Augenblicke-Art mit eigener Website und Onlineshop.

Ihre Technik lässt sich nicht auf einen Stil festlegen. Sie malt Acryl auf Leinwand, teils mit dem Spachtel aufgetragen, teils gegenständlich, teils abstrakt. Dazu kommen Ölstifte, Bleistift und Kohle auf Papier. Ihr Themenspektrum reicht von Porträts über Landschaften, Blumen und Tiere bis zu rein abstrakten Arbeiten. Auf ihrer Website augenblicke-art.de schreibt sie: „Da ich auch gerne mit Worten spiele, wird jedes Bild von einem lyrischen Text begleitet.“ Malerei und Lyrik sind bei ihr kein getrennter Vorgang.

Eine Werkserie sticht aus ihrem Schaffen heraus: „Zwei malen Eins“, entstanden in Zusammenarbeit mit dem blinden Maler Wolfgang Jung. Jung legte die Hintergründe an, arbeitete Blattgold in die Leinwand, deutete Formen an, die er nicht sehen konnte. Claudia Smiatek vollendete die Bilder mit ihren Motivideen. Sechs Leinwände in zwei Serien: Secret Garden und Märchen. Sie beschreibt die Arbeit so: „Es ist eine interessante Arbeit, wenn ‚blind und sehend‘ solche Bilder zusammen kreieren.“


Ausstellungen in Deutschland und international

Seit 2018 hat Claudia Solbach in über 30 dokumentierten Ausstellungen ausgestellt, in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, der Türkei, Spanien und den USA.

Ihre erste große Einzelausstellung fand 2019 in der Galerie Onil in Bremen statt. Es folgten mehrere Ausstellungen in der Galerie Publicartist Wien (2021), eine Einzelausstellung in der Kunstherzgalerie Jena (2022) und eine weitere im Foyer Galerie Strausberg in Berlin (Dezember 2022 bis Januar 2023). 2023 war sie bei Artbox in Miami vertreten, 2024 in der Cipriarte Gallery Venedig, bei der Art Fair Innsbruck und in der Gallery Casa del Arte auf Mallorca.

Im Herbst 2025 zeigte sie eine Einzelausstellung in der Galerie Drei König in Frankfurt. Seit März 2026 hängen ihre Arbeiten im Hapimag Hotel am Lago di Maggiore. Im Juni 2026 ist sie bei der Artboxy Expo in Basel vertreten, im Juli 2026 folgt eine Duo-Ausstellung im Stadtmuseum Bad Tölz.

Mehrfach stellte sie auch bei der Bootsmesse Düsseldorf am Stand der Gesellschaft zur Rettung der Delphine aus, dem Verein, dessen Vorsitzender Sigmar Solbach seit 2017 ist. Ihre Arbeiten hängen dort, wo er sich für den Schutz von Meeressäugern einsetzt.

Für ihre Arbeit wurde sie mit dem Art Award Kunstpreis 2019 und 2022 ausgezeichnet.


Sigmar Solbach liest ihre Gedichte vor

Bei mehreren Ausstellungseröffnungen tritt Sigmar Solbach ans Mikrofon und liest die Gedichte seiner Frau vor. Bremen 2019. Jena 2022. Berlin 2022. Wien 2023. Düsseldorf 2024. Er ist der Bekanntere von beiden. In diesen Räumen steht er im Dienst ihrer Arbeit.

Dasselbe gilt für ihre Publikationen. Claudia Solbach hat drei Hörbücher veröffentlicht, alle mit Sigmar Solbach als Sprecher:

  • „Bereit sein… Erkenne, wer du wirklich bist“ erschien 2012 als Buch mit 192 Seiten bei BoD, herausgegeben von Sigmar Solbach. Das Werk entstand aus ihrer Zeit als Psychotherapeutin und beschäftigt sich mit Selbsterkenntnis und persönlicher Entwicklung. Eine Hörbuchversion folgte.
  • „Vom Auf und Ab im Leben: Märchen und Fabeln nicht nur für Erwachsene“ kam 2021 als Hörbuch bei LILYLA Hörbuch-Editionen heraus, mit einer Laufzeit von 104 Minuten. Verfügbar auf Audible.
  • „Von Heiter bis Besinnlich“ erschien 2023 als Hörbuch mit 44 Gedichten. Apple Books beschreibt ihre Lyrik als „durchflutet von einem fröhlichen Geist, der sich spielerisch leicht zwischen unterschiedlichen inhaltlichen Gegenständen aus dem Alltag, der Metaphysik und der Philosophie bewegt.“

Zusätzlich illustrierte sie das Kalenderbuch „Ein Jahr ist mehr als 365 Tage“ der Dresdner Autorin Birgit Kretzschmar.

In vielen Berichten über die Hörbücher wird nicht getrennt, wer den Text geschrieben und wer ihn eingelesen hat.


Medienpräsenz: ARD Brisant, Radio und Presse

Claudia Solbach dokumentiert ihre Medienpräsenz auf ihrer eigenen Website. Zweimal stand sie bei ARD Brisant, 2019 und 2023, jeweils in ihrer Eigenschaft als Malerin und Autorin. Das tägliche Boulevardmagazin im Ersten ist eine der meistgesehenen Sendungen im deutschen Fernsehen. Zwei Auftritte dort sind kein Zufallstreffer.

Im Juli 2021 sprach sie im Kulturradio über ihre Malerei, im Dezember 2022 folgte ein Interview bei Radio SKW. Ihre Gedichte wurden in sechs verschiedenen Radiosendungen ausgestrahlt. Dazu kommen zahlreiche Artikel in Zeitungen und Zeitschriften sowie ein Auftritt bei Leichter Leben / AstroTV im Dezember 2022.


Claudia Smiatek als Künstlerin: Drei Berufe, dreißig Ausstellungen, eine offene Frage

Claudia Smiatek hat drei Berufe aufgebaut: Maskenbildnerin, Psychotherapeutin, Künstlerin. Der bekannteste ist der jüngste. Sie begann 1999 mit dem Malen und wurde 2017 Vollzeitkünstlerin, nachdem sie eine laufende Praxis hinter sich gelassen hatte.

Seitdem: über 30 Ausstellungen, sieben Länder, zwei Preise, drei Hörbücher, Auftritte im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

Ob ihre Ausstellungen ohne Sigmars Namen bei den Eröffnungslesungen genauso weit gereicht hätten, ist eine offene Frage. Genauso offen ist die andere: Was erklärt, dass eine Frau mit diesem Lebenslauf in der Öffentlichkeit hauptsächlich durch die Ehe wahrgenommen wird, obwohl sie seit Jahren eigenständig ausstellt, veröffentlicht und ausgezeichnet wird?

Ihre Website gibt Auskunft: augenblicke-art.de

David Frueh
David Fruehhttps://nachblick.de/
Ich bin seit mehr als zwölf Jahren Journalist. Angefangen habe ich bei lokalen Verlagen in Steinbach, wo ich gelernt habe, was sorgfältige Quellenarbeit im Alltag wirklich bedeutet. In dieser Zeit habe ich in nahezu jedem Ressort gearbeitet: Tagespolitik, Gesellschaft, Wirtschaft, Sport, Kultur, Technik, Boulevardberichterstattung über Prominente, ihre Beziehungen, ihr Leben und die Geschichten, die selten vollständig erzählt werden, aktuelle Debatten, Unterhaltung und alles, was die Menschen im deutschsprachigen Raum täglich beschäftigt. Im Mai 2026 habe ich Nach Blick gegründet, mein eigenes Nachrichtenportal, das mit einem festen Team aus Redakteuren und Rechercheteuren arbeitet. Derselbe Grundsatz gilt seit dem ersten Tag: erst recherchieren, dann veröffentlichen.

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