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Wer war Diana Hyland? Broadway, Emmy und John Travolta

Diana Hyland (1936 bis 1977) war eine US-amerikanische Schauspielerin. Bekannt ist sie vor allem aus dem Fernsehfilm „The Boy in the Plastic Bubble“, in dem sie 1976 die Mutter von John Travoltas Figur spielte. Geboren wurde sie am 25. Januar 1936 als Diane Gentner in Cleveland Heights, Ohio. Sie starb am 27. März 1977 im Alter von 41 Jahren in Los Angeles an Brustkrebs. Den Emmy für den Film erhielt sie im September 1977, knapp sechs Monate nach ihrem Tod.



Auf einen Blick

MerkmalAngabe
GeburtsnameDiane Gentner
Geboren25. Januar 1936, Cleveland Heights, Ohio
Gestorben27. März 1977, Los Angeles (Brustkrebs, 41 Jahre)
Laufbahn1955 bis 1977
Bekannteste RollenMickey Lubitch (The Boy in the Plastic Bubble), Joan Bradford (Eight Is Enough), Susan Winter (Peyton Place)
AuszeichnungEmmy 1977 (posthum), Nominierung 1963
EhemannJoe Goodson, verheiratet ab 24. April 1969
SohnZachary, geboren im Juli 1973
PartnerJohn Travolta (1976 bis 1977)

Von Cleveland Heights an den Broadway

Hyland besuchte die Cleveland Heights High School und spielte als Jugendliche in Sommertheatern. 1955 zog sie mit 19 Jahren nach New York, wo sie früh Fernsehrollen bekam, unter anderem in „Robert Montgomery Presents“. Von 1958 bis 1963 gehörte sie zur Besetzung der NBC-Seifenoper „Young Doctor Malone“, als Gig Houseman.

Am 10. März 1959 hatte am Martin Beck Theatre Tennessee Williams‘ „Sweet Bird of Youth“ Premiere. In der Originalbesetzung spielte Hyland die Heavenly Finney, Tochter eines mächtigen Südstaatenpolitikers, neben Paul Newman und Geraldine Page. Das Stück lief laut IBDB bis zum 30. Januar 1960. In der Verfilmung von 1962 übernahm Shirley Knight die Rolle.

1963 wurde Hyland als Hauptdarstellerin für einen Emmy nominiert, für die „Alcoa Premiere“-Folge „The Voice of Charlie Point“ auf ABC, in der sie Liza Laurents spielte.

Welche Serien und Filme von Hyland liefen in Deutschland?

Hyland arbeitete vor allem fürs Fernsehen. In Deutschland liefen unter anderem „Auf der Flucht“, „Assistenzarzt Dr. Kildare“, „Twilight Zone“, „FBI“ und „Invasion von der Wega“, in denen sie Gastrollen hatte. Im Kino spielte sie 1966 in „Ein Mann wird gejagt“ neben Marlon Brando, Jane Fonda und Robert Redford. In der ersten deutschen Synchronfassung dieses Films sprach Marianne Lutz ihre Rolle Elizabeth Rogers, so verzeichnet es die Deutsche Synchronkartei. Weitere deutsche Titel führt fernsehserien.de.

JahrTitelRolle
1963 bis 1965Assistenzarzt Dr. KildareGastrollen
1964 bis 1967Auf der FluchtGastrollen
1966Ein Mann wird gejagtElizabeth Rogers
1968Peyton PlaceSusan Winter
1976The Boy in the Plastic BubbleMickey Lubitch
1977Eight Is EnoughJoan Bradford

Wie lernte Hyland John Travolta kennen?

Hyland und Travolta lernten sich 1976 bei den Dreharbeiten zu „The Boy in the Plastic Bubble“ kennen, Regie führte Randal Kleiser. Sie spielte Mickey Lubitch, die Mutter von Tod Lubitch, den Travolta verkörperte. Er war 22 Jahre alt, sie 40. Der Altersunterschied betrug 18 Jahre.

Im People-Interview vom Juni 1977, das unter anderem Fox News und Yahoo wiedergeben, sagte Travolta, nach etwa einem Monat am Set sei es romantisch geworden. Er habe ein Haus ausgesucht, und beide hätten nach den Dreharbeiten zu „Saturday Night Fever“ zusammenziehen wollen. Wäre sie am Leben, hätte er sie sehr wahrscheinlich geheiratet.

Woran starb Diana Hyland?

Hyland starb an Brustkrebs. Der Verlauf in Daten:

  • 1975 Bei Hyland wird Brustkrebs festgestellt. Es folgen eine Mastektomie und eine Chemotherapie.
  • 1976 Sie dreht „The Boy in the Plastic Bubble“ und beginnt die Beziehung mit Travolta.
  • 15. März 1977 „Eight Is Enough“ startet bei ABC. Hyland spielt Joan Bradford, die Frau von Dick Van Patten, und dreht vier Folgen.
  • 27. März 1977 Hyland stirbt zu Hause im Stadtteil Westwood von Los Angeles. Bei ihr sind Travolta, Dick Van Patten und dessen Frau Patty.
  • 12. April 1977 ABC zeigt ihre letzte Folge, „Turnabout“. Sie war ursprünglich für den 29. März vorgesehen und wurde zunächst durch eine Folge ohne Hyland ersetzt.

Die Besetzung von „Eight Is Enough“ erfuhr nach Angaben von Parade erst kurz vor ihrem Tod von der Erkrankung. Travolta hatte die Dreharbeiten zu „Saturday Night Fever“ in New York verlassen, um bei ihr zu sein.

Die erste Meldung der Washington Post nannte noch keine Todesursache und schätzte ihr Alter auf Ende 30. Die New York Times schrieb in ihrem Nachruf, Hyland sei kurz krank gewesen. Die Diagnose lag da seit zwei Jahren vor.

Die Serie lief nach ihrem Tod weiter und kam auf fünf Staffeln. Die zweite begann im Herbst 1977 mit Tom Bradford als Witwer, Betty Buckley spielte seine neue Partnerin.

Hylands Mutterrollen und ihr eigener Sohn

1976 und 1977 spielte Hyland vor der Kamera zwei Mütter. Mickey Lubitch hat einen Sohn, der in einer Plastikblase lebt. Joan Bradford war laut New York Times Mutter von acht Kindern.

Hylands eigener Sohn Zachary kam im Juli 1973 zur Welt. Als sie starb, war er drei Jahre alt. Hyland hatte am 24. April 1969 den Schauspieler Joe Goodson geheiratet, die Ehe endete Mitte der Siebzigerjahre. Nach ihrem Tod kam Zachary laut Wikipedia in die Obhut seines Vaters. Zum 48. Todestag im März 2025 erinnerte Zachary Goodson öffentlich an seine Mutter, wie Closer Weekly berichtete.

Wo sich Quellen widersprechen

  • Das Scheidungsjahr nennen die englische Wikipedia und IMDb mit August 1974, die deutsche Wikipedia mit 1975.
  • Die Diagnose datieren die Wikipedia-Biografie und Parade auf 1975, die Wikipedia-Seite zu „Eight Is Enough“ auf Anfang 1977.
  • Die deutsche Wikipedia nennt Zachary Goodson beim Tod seiner Mutter vierjährig. Nach dem Geburtsmonat Juli 1973 war er drei.

Der Emmy 1977

Die Television Academy führt Hyland für 1977 als Gewinnerin in der Kategorie „Outstanding Performance by a Supporting Actress in a Comedy or Drama Special“. Die 29. Primetime Emmy Awards fanden am Sonntag, dem 11. September 1977, im Pasadena Civic Auditorium statt. Zu den Nominierten zählten Ruth Gordon („The Great Houdini“), Rosemary Murphy („Eleanor and Franklin: The White House Years“) und Patricia Neal. Nominierung und Preis erfolgten posthum.

Travolta nahm die Auszeichnung entgegen. TV Guide zitiert aus seiner Dankesrede den Satz „Wo immer du bist, Diana, ich liebe dich. Du hast es geschafft, Baby“ (aus dem Englischen übersetzt). „The Boy in the Plastic Bubble“ war für vier Emmys nominiert und gewann diesen einen. „Saturday Night Fever“ hatte am 12. Dezember 1977 in New York Premiere.

David Frueh
David Fruehhttps://nachblick.de/
Ich bin seit mehr als zwölf Jahren Journalist. Angefangen habe ich bei lokalen Verlagen in Steinbach, wo ich gelernt habe, was sorgfältige Quellenarbeit im Alltag wirklich bedeutet. In dieser Zeit habe ich in nahezu jedem Ressort gearbeitet: Tagespolitik, Gesellschaft, Wirtschaft, Sport, Kultur, Technik, Boulevardberichterstattung über Prominente, ihre Beziehungen, ihr Leben und die Geschichten, die selten vollständig erzählt werden, aktuelle Debatten, Unterhaltung und alles, was die Menschen im deutschsprachigen Raum täglich beschäftigt. Im Mai 2026 habe ich Nach Blick gegründet, mein eigenes Nachrichtenportal, das mit einem festen Team aus Redakteuren und Rechercheteuren arbeitet. Derselbe Grundsatz gilt seit dem ersten Tag: erst recherchieren, dann veröffentlichen.

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