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Wer ist Katrin Jäger? Regisseurin, Frau von Miroslav Nemec

Katrin Jäger, Jahrgang 1980, ist Dokumentarfilmerin und Regisseurin und seit Februar 2013 mit dem Schauspieler Miroslav Nemec verheiratet. Für ihren Abschlussfilm „Vom Lieben und Sterben“ an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF) erhielt sie 2017 den Nachwuchsförderpreis des Bayerischen Fernsehpreises. Im Abspann steht sie als Katrin Nemec, die HFF führt sie mit dem Zusatz „ehemals Jäger“.

Nemec, Jahrgang 1954, spielte 35 Jahre lang den Münchner Tatort-Kommissar Ivo Batic. Sein letzter Fall lief am 5. und 6. April 2026 als Doppelfolge „Unvergänglich“ im Ersten.



Steckbrief der Regisseurin

MerkmalAngabe
BerufDokumentarfilmerin, Regisseurin, Drehbuchautorin
Geburtsjahr1980
AusbildungMagisterstudium an der LMU München, danach Dokumentarfilmregie an der HFF München
Name im AbspannKatrin Nemec (ehemals Jäger)
Bekanntester Film„Vom Lieben und Sterben“ (2016)
AuszeichnungNachwuchsförderpreis des Bayerischen Fernsehpreises 2017
FamilieEhefrau von Miroslav Nemec seit Februar 2013, Tochter Mila (Jahrgang 2012)
WohnortMünchen
Aktuelle Projekteöffentlich nicht bekannt

Wer ist die Frau von Miroslav Nemec?

Mit Jahrgang 1980 wird Katrin Jäger 2026 46 Jahre alt. Nach einem Magisterstudium der Theaterwissenschaft, Literaturwissenschaft und Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München studierte sie Dokumentarfilmregie an der HFF, so steht es im Porträt des DOK.fest München.

Miroslav Nemec lernte sie im Jahr 2000 kennen, berichtet t-online. Der Schauspieler ist 26 Jahre älter. Presseberichte zeichnen die Beziehung in drei Stationen nach.

  • 2000 lernen sich die beiden kennen.
  • 2012 kommt die Tochter Mila zur Welt, nach zwölf Jahren Beziehung.
  • Februar 2013 heiraten sie, die Schauspielerin Rita Russek ist Nemecs Trauzeugin.

Warum die Regisseurin unter zwei Namen auftaucht

Bildagenturen wie Getty Images führen sie in Bildunterschriften als Katrin Jäger, teils als Katrin Jaeger, etwa beim Bernhard Wicki Award 2010 im Cuvilliés Theater an der Seite von Nemec. Bei ihren Filmen steht ein anderer Name. Die Filmseite der HFF München nennt für „Vom Lieben und Sterben“ Katrin Nemec, ehemals Jäger, und die IMDb führt Regie und Drehbuch ebenfalls unter Nemec. Schon im Festivalporträt von 2016 trägt sie diesen Namen.

Als die HFF am 28. April 2017 den Preis meldete, nannte sie die HFF-Absolventin Katrin Nemec. Die Abendzeitung München stellte die Preisträgerin in ihrem Bericht über die Verleihung als Frau des Schauspielers Miroslav Nemec vor.


„Vom Lieben und Sterben“: Der Dokumentarfilm

Den Anstoß gab nach ihren eigenen Worten ein Todesfall im Bekanntenkreis. 2003 starb ein Freund ihres Mannes überraschend, seither beschäftigte sie die Frage, wie sich alles von einer Sekunde auf die andere verändern kann. Eine Freundin erzählte ihr von Robert Wolf, dem früheren Gitarristen der Band Quadro Nuevo, der nach einem unverschuldeten Autounfall vom Hals abwärts gelähmt war. 2008 lernte sie ihn kennen, wenige Monate nach seiner Entlassung aus der Klinik. Das schilderte sie vor dem DOK.fest 2016 in einem Interview mit ZEITjUNG.

Sechs Jahre lang begleitete sie Wolf und seine Frau Angelika bis zu seinem Tod. Laut Filmbeschreibung will Wolf kein Leben in Abhängigkeit führen und keines ohne eigene Musik, seine Frau versucht alles, um mit ihm ein gemeinsames Leben aufzubauen. Nach Einschätzung von ZEITjUNG ergreift der Film keine Partei für oder gegen Sterbehilfe. Wolf sei bis zum Schluss offen geblieben, sagt die Regisseurin:

„Es gab keine Frage, die ich ihm nicht hätte stellen dürfen.“

Katrin Nemec über Robert Wolf, ZEITjUNG 2016

Auf die Frage, was sie aus den Jahren mitnehme, nannte sie Dankbarkeit für ihre Gesundheit, ihr gesundes Kind und ihren Mann.

Eckdaten zum Film

  • Der Film dauert 84 Minuten und entstand 2016 in Deutschland.
  • Regie und Drehbuch stammen von Katrin Nemec, die auch den Ton aufnahm.
  • Produziert hat ihn Tangram International, Produzentin ist Dagmar Biller.
  • Die Kamera führte Anna Brass, den Schnitt besorgte Marc Haenecke.
  • Die Musik stammt von Robert Wolf, Quadro Nuevo und Faro.
  • Koproduzenten sind die HFF München und der Bayerische Rundfunk, gefördert wurde der Film vom FilmFernsehFonds Bayern.
  • Als Sprecher ist Miroslav Nemec zu hören.

Wer selbst in einer Krise steckt oder Suizidgedanken hat, erreicht die Telefonseelsorge rund um die Uhr und kostenlos unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.


Bayerischer Fernsehpreis 2017 und die Stationen des Films

Der Bayerische Fernsehpreis, der Blaue Panther, wird seit 1989 von der Bayerischen Staatsregierung vergeben. Bei der 29. Verleihung am 19. Mai 2017 im Münchner Prinzregententheater, die 3sat live übertrug, erhielt Katrin Nemec den mit 10.000 Euro dotierten Nachwuchsförderpreis für „Vom Lieben und Sterben“. Nach Angaben der Abendzeitung zeigte sich die Jury überrascht, dass es sich um den Abschlussfilm einer Studentin handelt, und lobte die reife, stilsichere Erzählweise.

ZeitpunktStation
4. Mai 2016Beitrag in der BR Abendschau
9., 10. und 15. Mai 2016Vorführungen beim DOK.fest München, am 9. und 10. Mai mit Gespräch mit der Regisseurin
2017Nachwuchsförderpreis des Bayerischen Fernsehpreises, Nominierungen für den Deutschen Dokumentarfilmpreis und den Studio Hamburg Nachwuchspreis
2018ARD-Programmprämie, Teilnahme am Bolzano Film Festival Bozen in der Kategorie Perspektive

Welche Katrin Jäger ist gemeint?

Neben der Regisseurin gibt es weitere Frauen mit diesem Namen und öffentlichem Profil.

PersonWerdegang
Journalistin und Krimiautorin aus dem MünsterlandJahrgang 1970, aufgewachsen in Westbevern, früher Reporterin und Redakteurin bei der B.Z. in Berlin, Krimis wie „Schützenkönig“, „Luderplatz“ und „Jagdgrund“
Redakteurin bei TIDE in HamburgJournalistin aus Lübeck, seit 2011 beim Hamburger Bürgersender TIDE

Die Münsterländer Autorin ist Jahrgang 1970, die Regisseurin Jahrgang 1980. Die Autorin veröffentlichte im März 2020 den Krimi „Dänische Dämmerung“ als Lynn Andersen im Emons Verlag und am 27. Mai 2025 den Krimi „Die Blumentochter“ als Fritzi Jäger bei HarperCollins. Die Pseudonyme gehen aus ihrer eigenen Website und einem Porträt im Münster! Magazin hervor.

David Frueh
David Fruehhttps://nachblick.de/
Ich bin seit mehr als zwölf Jahren Journalist. Angefangen habe ich bei lokalen Verlagen in Steinbach, wo ich gelernt habe, was sorgfältige Quellenarbeit im Alltag wirklich bedeutet. In dieser Zeit habe ich in nahezu jedem Ressort gearbeitet: Tagespolitik, Gesellschaft, Wirtschaft, Sport, Kultur, Technik, Boulevardberichterstattung über Prominente, ihre Beziehungen, ihr Leben und die Geschichten, die selten vollständig erzählt werden, aktuelle Debatten, Unterhaltung und alles, was die Menschen im deutschsprachigen Raum täglich beschäftigt. Im Mai 2026 habe ich Nach Blick gegründet, mein eigenes Nachrichtenportal, das mit einem festen Team aus Redakteuren und Rechercheteuren arbeitet. Derselbe Grundsatz gilt seit dem ersten Tag: erst recherchieren, dann veröffentlichen.

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