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Kyung-Sook Kohl: Wer ist Walter Kohls Frau aus Südkorea?

Sie hat nie ein Interview gegeben. Ihr Name steht seit 2004 im deutschen Handelsregister, als Mitgründerin eines Unternehmens, das Bauteile für BMW, Audi und Rolls-Royce lieferte.

Als Walter Kohl 2018 bei einem Vortrag in Großenlüder gefragt wurde, ob ihn die Olympischen Spiele in Pyeongchang interessierten, antwortete er knapp: weniger der Sport, mehr die politische Lage. Die Familie seiner Frau lebe nahe der Grenze zu Nordkorea. Die Region habe, wenn die Situation kippe, „Sprengkraftpotenzial“. Seine Frau saß nicht auf dem Podium. Sie saß nie auf einem Podium.

Kyung-Sook Kohl, geborene Hwang, ist Südkoreanerin und mit Walter Kohl verheiratet, dem Sohn des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl. Über sie selbst ist wenig bekannt. Kein Interview, kein Wikipedia-Eintrag, keine öffentliche Äußerung. Was bekannt ist, ergibt ein klares Bild.



Kyung-Sook Kohl: Herkunft und Geburtsname

Geboren als Kyung-Sook Hwang in Südkorea, stammt sie aus einer Region nahe der nordkoreanischen Grenze. Das ist die einzige geografische Angabe, die öffentlich bekannt ist, aus Walter Kohls eigenem Mund, bei jenem Vortrag 2018.

Ihr Geburtsdatum, ihr genauer Herkunftsort innerhalb Südkoreas und ihr Ausbildungsweg sind nicht öffentlich. Das Paar hat diese Informationen nie kommuniziert.

Steckbrief: Kyung-Sook Kohl, geb. Hwang. Südkoreanerin. Zweite Ehefrau von Walter Kohl, Unternehmer und Autor, Sohn des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl. Wohnhaft in Königstein im Taunus.


Kohl & Hwang GmbH: Was Kyung-Sook Kohl wirklich einbrachte

2004 gründeten Walter und Kyung-Sook Kohl gemeinsam die Kohl & Hwang GmbH in Königstein im Taunus. Der Firmenname trägt ihren Mädchennamen: Hwang. Auf der offiziellen Website von KohlConsult, Walter Kohls späterer Managementberatung, wird sie ausdrücklich als Mitgründerin genannt, nicht als Ehefrau des Gründers.

Das Geschäftsmodell: Die Firma lieferte Stanz- und Umformwerkzeuge aus Südkorea an die europäische Automobilindustrie. Als Generalunternehmer übernahm sie den gesamten Beschaffungsprozess zwischen koreanischen Herstellern und deutschen Abnehmern.

Was Kohl & Hwang konkret machte:

  • Beschaffung und Kooperationsmanagement für Stanz- und Umformwerkzeuge
  • Ab 2010 erste Direktnominierung durch BMW
  • Ab 2012 FIBRO-Industrievertretung in Korea
  • Aufbau einer exklusiven Partnerschaft mit Shin Young Co. Ltd.

Die gelieferten Bauteile wurden in Fahrzeugen von BMW, Audi, Volkswagen, Peugeot, Renault und Rolls-Royce verbaut. Das steht auf Walter Kohls eigener Unternehmenswebseite.

Walter Kohl selbst beschreibt auf seiner Website, dass er über die Firmenjahre hinweg intensive Kontakte zu koreanischen Unternehmen und staatlichen Institutionen aufgebaut habe und sein Team dabei eine besondere Kompetenz für das Management zwischen beiden Ländern entwickelt habe. Der Firmenname Kohl & Hwang war in diesem Zusammenhang kein Zufall: Kyung-Sooks Herkunft und ihr Netzwerk in Südkorea bildeten von Anfang an die Grundlage des Geschäftsmodells.


Kohl & Hwang GmbH: Verkauf an koreanischen Konzern

2018 wurde Kohl & Hwang an den südkoreanischen Konzern Shin Young Co. Ltd. verkauft. Shin Young zählt zu den größten Automobilzulieferern Südkoreas und beliefert unter anderem Hyundai und Kia. Die Übernahme ist auf der Unternehmenswebseite von Shin Young dokumentiert.

Nach dem Verkauf übernahm ein koreanisches Management die operative Führung. Die GmbH besteht bis heute als Tochtergesellschaft fort.

Walter und Kyung-Sook Kohl konzentrierten sich danach auf KohlConsult GmbH, eine Managementberatung, die Walter Kohl bereits 2015 parallel gegründet hatte.


„Korea ist ein Stück zweite Heimat für mich geworden“

Auf seiner Unternehmenswebseite schreibt Walter Kohl über die Jahre mit Kohl & Hwang und den Kontakt mit Südkorea:

„Korea als Land fasziniert mich und es ist ein Stück zweite Heimat für mich geworden. Gerade in Bezug auf meine Versöhnungsarbeit hat mir der enge Kontakt mit einer asiatischen Kultur viele Impulse gegeben, ein lehrreicher Blick auf das Leben aus einer anderen Perspektive.“

Der Begriff „Versöhnungsarbeit“ bezieht sich auf einen langen persönlichen Prozess, den Walter Kohl in seinem 2011 erschienenen Buch „Leben oder gelebt werden: Schritte auf dem Weg zur Versöhnung“ beschrieben hat. Das Buch stand wochenlang auf Platz eins der deutschen Bestsellerlisten.

Darin schreibt er über den Suizid seiner Mutter Hannelore Kohl, seine eigene Depression und einen Suizidversuch. Kyung-Sook taucht im Buch als Mensch auf, der ihm Liebe entgegenbrachte, als er glaubte, sie nicht verdient zu haben.

Walter Kohl ist Botschafter der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und spricht seither öffentlich über psychische Gesundheit.


Walter Kohl: Hintergrund und Familie

JahrStation
1963Geboren in Ludwigshafen am Rhein
1985–1989Studium an der Harvard University, BA in Volkswirtschaft und Geschichte
1990Diplom-Volkswirt, Universität Wien
1993MBA am INSEAD, Frankreich
1994Rückkehr nach Deutschland, Führungspositionen bei Kaufhof Holding und Metro AG
1999Gründung einer Unternehmensberatung mit Helmut Kohl
2004Gründung der Kohl & Hwang GmbH mit Kyung-Sook
2011Bestseller „Leben oder gelebt werden“
2018Verkauf von Kohl & Hwang an Shin Young Co. Ltd.

Vor der Ehe mit Kyung-Sook war Walter Kohl mit der Wirtschaftswissenschaftlerin Christine Volkmann verheiratet, heute Professorin und UNESCO-Lehrstuhlinhaberin für Entrepreneurship. Ihr gemeinsamer Sohn Johannes Volkmann zog bei der Bundestagswahl 2025 im Wahlkreis Lahn-Dill mit 34,3 Prozent der Erststimmen direkt in den Bundestag ein.


Was über Kyung-Sook Kohl bekannt ist

Ihr Geburtsname ist Kyung-Sook Hwang. Sie ist Südkoreanerin, ihre Familie stammt aus einer Region nahe der nordkoreanischen Grenze. Sie ist die Mitgründerin der Kohl & Hwang GmbH, lebt in Königstein im Taunus und ist Walter Kohls zweite Ehefrau. Das sind die Fakten, die durch Primärquellen belegt sind.

Was nicht öffentlich ist: ihr Geburtsdatum, ihr genaues Heiratsjahr, ihr Ausbildungsweg und ihre aktuelle Rolle bei KohlConsult. Kyung-Sook Kohl hat sich nie öffentlich geäußert. Das Paar trennt Privatleben und öffentliches Auftreten konsequent.


Häufige Fragen

Was ist der Geburtsname von Walter Kohls Frau?

Kyung-Sook Hwang. Der Nachname Hwang ist in Südkorea weit verbreitet und steht bis heute im Namen der gemeinsam gegründeten Firma Kohl & Hwang GmbH.

Ist sie Walters erste oder zweite Frau?

Sie ist seine zweite Ehefrau. Walter Kohls erste Ehe war mit Christine Volkmann, mit der er Sohn Johannes Volkmann hat.

Was machte die Kohl & Hwang GmbH?

Ein deutsch-koreanischer Automobilzulieferer, gegründet 2004 in Königstein im Taunus. Die Firma beschaffte Stanz- und Umformwerkzeuge aus Südkorea für europäische Automobilhersteller und wurde 2018 an Shin Young Co. Ltd. verkauft.

Wo lebt das Paar heute?

In Königstein im Taunus, einer Stadt im Taunus westlich von Frankfurt am Main.

Hat das Paar gemeinsame Kinder?

Dazu gibt es keine öffentlichen Informationen. Bekannt ist Walters Sohn Johannes Volkmann aus seiner ersten Ehe mit Christine Volkmann.


Kyung-Sook Kohl bleibt eine der wenigen Personen im Umfeld der Familie Kohl, über die kaum gesichertes Wissen existiert. Was bekannt ist, zeigt eine Frau, die über vierzehn Jahre hinweg aktiv an einem Unternehmen mitarbeitete, ihren Namen in dessen Firma gab und dabei vollständig aus der Öffentlichkeit herausgehalten hat.

David Frueh
David Fruehhttps://nachblick.de/
Ich bin seit mehr als zwölf Jahren Journalist. Angefangen habe ich bei lokalen Verlagen in Steinbach, wo ich gelernt habe, was sorgfältige Quellenarbeit im Alltag wirklich bedeutet. In dieser Zeit habe ich in nahezu jedem Ressort gearbeitet: Tagespolitik, Gesellschaft, Wirtschaft, Sport, Kultur, Technik, Boulevardberichterstattung über Prominente, ihre Beziehungen, ihr Leben und die Geschichten, die selten vollständig erzählt werden, aktuelle Debatten, Unterhaltung und alles, was die Menschen im deutschsprachigen Raum täglich beschäftigt. Im Mai 2026 habe ich Nach Blick gegründet, mein eigenes Nachrichtenportal, das mit einem festen Team aus Redakteuren und Rechercheteuren arbeitet. Derselbe Grundsatz gilt seit dem ersten Tag: erst recherchieren, dann veröffentlichen.

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