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Matthias Deiß Krankheit: Alopezie-Vermutung – was wirklich stimmt

Matthias Deiß, geboren 1978 in Hamburg, ist stellvertretender Studioleiter und stellvertretender Chefredakteur Fernsehen im ARD-Hauptstadtstudio Berlin, wo er seit 2021 die bundespolitische Berichterstattung mitverantwortet und regelmäßig den „Bericht aus Berlin“ moderiert. Viele Zuschauer beschäftigt dabei weniger seine journalistische Arbeit als eine auffällige körperliche Besonderheit: Deiß tritt ohne Haare und ohne Augenbrauen auf, was die Frage nach Matthias Deiß Krankheit immer wieder aufwirft.

Schnellübersicht

Vollständiger NameMatthias Deiß
Geboren1978, Hamburg
AusbildungDeutsche Journalistenschule (DJS), München, Abschluss 2003
Aktuelle PositionStellv. Studioleiter und stellv. Chefredakteur Fernsehen, ARD-Hauptstadtstudio Berlin
Senderrbb (entsandt), ARD-Hauptstadtstudio
Bekannt durch„Bericht aus Berlin“, ARD-Sommerinterviews, Kontraste (ehem. Redaktionsleiter)
Vertrag bisMitte 2028 (verlängert Dezember 2025)
Krankheit bestätigt?Nein. Keine öffentliche Diagnose, kein bestätigtes Statement

Wer ist Matthias Deiß?

Nach dem Abschluss an der Deutschen Journalistenschule 2003 zog Deiß direkt nach Berlin, zunächst als freier Journalist. Er wollte nicht zum Bayerischen Rundfunk oder zur Süddeutschen Zeitung, die naheliegenden Anlaufstellen für DJS-Absolventen. Er wollte dorthin, wo Bundespolitik gemacht wird.

Über die Deutsche Welle als Parlamentskorrespondent kam er zum rbb und arbeitete dort als Reporter und Redakteur für ARD aktuell. Gemeinsam mit Jo Goll führte er eine mehrjährige Recherche über den Ehrenmord an Hatun Sürücü, die mit dem Prix Europa und dem Medienpreis Politik des Deutschen Bundestags ausgezeichnet wurde und 2019 als Spielfilm „Nur eine Frau“ in die Kinos kam. Zwischen 2015 und 2017 begleitete er außerdem Geflüchtete für die Dokumentation „Mohammad Mustermann“.

2017 übernahm er die Redaktionsleitung bei Kontraste, dem investigativen Politmagazin des rbb. Er baute das Magazin digital aus, schärfte das investigative Profil und führte es bis 2020 zum meistgesehenen Politmagazin im deutschen Fernsehen. Im Mai 2021 wechselte er ins ARD-Hauptstadtstudio als stellvertretender Studioleiter, damals gemeinsam mit Tina Hassel.

„Politikjournalist ist für mich kein Karriereberuf. Das ist ein Herzblutberuf.“

Matthias Deiß, DWDL-Interview, November 2022

Karriere auf einen Blick

ZeitraumPositionDetails
2003Freier Journalist, BerlinDirekt nach DJS-Abschluss; kein Bayerischer Rundfunk, kein Springer
ab 2003Parlamentskorrespondent, Deutsche WellePolitische Berichterstattung aus Berlin
ab 2007Reporter und Redakteur, rbb / ARD aktuellRecherche Hatun Sürücü (Prix Europa, Medienpreis Politik), Doku „Mohammad Mustermann“ (2017)
2017–2021Redaktionsleiter, Kontraste (rbb)Digitaler Umbau; 2020 meistgesehenes Politmagazin im deutschen Fernsehen
Mai 2021Stellv. Studioleiter, ARD-HauptstadtstudioGemeinsam mit Tina Hassel; Moderation „Bericht aus Berlin“, ARD-Sommerinterviews
Juni 2024Weiterhin stellv. StudioleiterMarkus Preiß übernimmt Studioleitung; Deiß und Anna Engelke als stellvertretende Leiter
Dez. 2025Vertragsverlängerung bis Mitte 2028Einstimmige Zustimmung der ARD-Intendantinnen und -Intendanten; bestätigt durch rbb-Verwaltungsrat

Der Marktanteil des „Bericht aus Berlin“ stieg von 6,5 Prozent im Jahr 2020 auf 10,7 Prozent im Jahr 2024, unter anderem während Deiß die Moderation mitverantwortet.

Matthias Deiß Krankheit: Was er öffentlich dazu gesagt hat

Deiß tritt seit Jahren ohne Haare und ohne Augenbrauen auf. Eine Erklärung hat er nie gegeben. In einem ausführlichen Porträt von DWDL.de aus dem Jahr 2022 notierte Autorin Senta Krasser, Deiß sei der Selbstironie offenbar zugeneigt, und verwies auf seinen Instagram-Kanal. Der Grund dafür: Auf seinem Speaker-Profil bei der Berliner Medienkonferenz re:publica bezeichnete sich Deiß selbst als „Journalist mit Haut und (ohne) Haar“. Das ist eine Anspielung auf die Redewendung „mit Haut und Haar“, also vollständig oder ganz und gar. Mehr als dieses eine Wortspiel hat er nie dazu gesagt.

Kein Interview enthält eine Diagnose. Kein Statement, keine Pressemitteilung. Was kursiert, sind Vermutungen.

Alopecia Universalis: Die Vermutung im Netz

Im Netz wird seit Jahren Alopecia Universalis als mögliche Erklärung für Matthias Deiß Krankheit genannt. Die Diagnose würde das Erscheinungsbild erklären: vollständiger Haarausfall am gesamten Körper, einschließlich Augenbrauen und Wimpern.

Was ist Alopecia Universalis?

Alopecia Universalis ist eine seltene Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Haarfollikel des gesamten Körpers angreift. Es kommt zu vollständigem, dauerhaftem Haarausfall, auch Augenbrauen und Wimpern betreffend. Die Erkrankung ist nicht lebensbedrohlich, verläuft aber oft chronisch und belastet viele Betroffene psychisch erheblich.

Für Deiß ist diese Diagnose durch keine überprüfbare Quelle belegt. Was man findet, wenn man danach sucht: Dutzende gleichlautende Blogbeiträge ohne Quellenangaben, die dieselbe Vermutung als Tatsache verpacken. Keine davon enthält ein Original-Statement, einen Arztbericht oder eine bestätigte Aussage von Deiß selbst.


Auszeichnungen

AuszeichnungJahr / Kontext
CNN Journalist of the Year2013
Prix EuropaRecherche Hatun Sürücü (gemeinsam mit Jo Goll)
Medienpreis Politik des Deutschen BundestagsRecherche Hatun Sürücü

Fazit: Was bei Matthias Deiß Krankheit gesichert ist

Matthias Deiß hat sein Erscheinungsbild nie öffentlich erklärt und keine Diagnose bestätigt. Die im Netz verbreitete Spekulation über Alopecia Universalis hat keine belegbare Grundlage. Deiß ist beruflich voll aktiv, moderiert weiterhin live, führt Kanzlerinterviews, und sein Vertrag beim ARD-Hauptstadtstudio läuft bis Mitte 2028. Das Einzige, was er je zu seiner Krankheit oder seinem Aussehen hinterlassen hat, war ein Wortspiel auf seinem Konferenzprofil. Wer eine offizielle Erklärung erwartet, wird sie bei ihm nicht finden.


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David Frueh
David Fruehhttps://nachblick.de/
Ich bin seit mehr als zwölf Jahren Journalist. Angefangen habe ich bei lokalen Verlagen in Steinbach, wo ich gelernt habe, was sorgfältige Quellenarbeit im Alltag wirklich bedeutet. In dieser Zeit habe ich in nahezu jedem Ressort gearbeitet: Tagespolitik, Gesellschaft, Wirtschaft, Sport, Kultur, Technik, Boulevardberichterstattung über Prominente, ihre Beziehungen, ihr Leben und die Geschichten, die selten vollständig erzählt werden, aktuelle Debatten, Unterhaltung und alles, was die Menschen im deutschsprachigen Raum täglich beschäftigt. Im Mai 2026 habe ich Nach Blick gegründet, mein eigenes Nachrichtenportal, das mit einem festen Team aus Redakteuren und Rechercheteuren arbeitet. Derselbe Grundsatz gilt seit dem ersten Tag: erst recherchieren, dann veröffentlichen.

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