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Jean-Pierre Angélil: Familie, Karriere und Fakten

Jean-Pierre Angélil hat acht Pokerturniere gespielt, insgesamt 33.572 US-Dollar gewonnen und zuletzt im Juni 2023 einen Preis kassiert. Mehr lässt sich über sein öffentliches Leben derzeit nicht mit Sicherheit belegen. Im Netz kursieren trotzdem deutlich ausführlichere Angaben zu seiner Familie, seinem Vermögen und seinem Privatleben, und die meisten davon lassen sich schlicht nicht bestätigen.

Bekannt ist er vor allem durch seinen Vater: René Angélil, der 2016 verstorbene Manager und spätere Ehemann von Céline Dion. Dieser Zusammenhang macht Jean-Pierre Angélil zu einer Suchanfrage, obwohl er selbst nie öffentlich aufgetreten ist.



Herkunft: Sohn von René Angélil und Anne Renée

Jean-Pierre Angélil kam am 23. März 1974 in Montreal zur Welt. Seine Eltern:

  • Vater: René Angélil, kanadischer Musikmanager, Produzent und früherer Sänger
  • Mutter: Anne Renée, bürgerlich Manon Kirouac, in Québec bekannte Popsängerin der 1970er Jahre

Die beiden waren laut übereinstimmenden Angaben von 1973 bis 1985 verheiratet. Aus dieser Ehe stammt neben Jean-Pierre auch seine Schwester Anne-Marie Angélil, geboren 1977.

René Angélil war insgesamt dreimal verheiratet. Aus der ersten Ehe mit Denyse Duquette stammt Sohn Patrick, geboren 1968. Aus der Ehe mit Céline Dion, geschlossen 1994, stammen René-Charles sowie die Zwillinge Eddy und Nelson. Jean-Pierre zählt damit zu den sechs Kindern René Angélils und ist Stiefsohn von Céline Dion. Als sein Vater 1994 heiratete, war Jean-Pierre zwanzig Jahre alt.

Anne-Marie Angélil heiratete später den Sänger und Komiker Marc Dupré. Ihre Kinder Stella, Lenny und Anthony Dupré sind damit Nichte und Neffen von Jean-Pierre Angélil.


Poker statt Musikgeschäft

Sein Vater baute die Karriere von Céline Dion auf und belastete dafür 1981 sein Haus mit einer Hypothek, um ihr erstes Album zu finanzieren. Jean-Pierre Angélil schlug einen anderen Weg ein und spielt Poker, auf einem Niveau, das eher als Hobby denn als Beruf zu beschreiben ist.

Zwei unabhängige Poker-Datenbanken listen seine Turnierergebnisse:

  • Hendon Mob: acht erfasste Cashes, Gesamtgewinn 33.572 US-Dollar, Wohnsitz Québec, letzter Eintrag im Juni 2023
  • WSOP.com: 13.914 US-Dollar Gewinne bei Turnieren der World Series of Poker, keine Bracelets, keine Ringe

Neuere Einträge sind in keiner der beiden Datenbanken zu finden. Die Zahlen zeigen einen Freizeitspieler, der gelegentlich an Turnieren teilnimmt, nicht die Karriere eines Profis mit großen Titeln. Zu seinem heutigen Beruf, seinem Wohnort oder seinem Alltag gibt es sonst keine öffentlichen Angaben, weil er selbst nie ein Interview gegeben oder sich öffentlich geäußert hat.


Woher die Angaben zu Ehefrau und Vermögen wirklich stammen

Weil kaum gesicherte Informationen über Jean-Pierre Angélil vorliegen, füllen mehrere Webseiten die Lücke selbst. Mindestens acht Seiten, darunter Promi-Blogs und Seiten, die inhaltlich nichts mit Musik oder Poker zu tun haben, etwa der Auftritt eines Restaurants in den USA, behaupten übereinstimmend, er sei mit einer Frau namens Judith Gauthier verheiratet und habe eine Tochter namens Rémi. Keine dieser Seiten nennt eine Quelle. Keine verlinkt eine unabhängige Bestätigung. In keiner Nachrichtenmeldung, keinem Interview und keinem öffentlichen Dokument taucht dieser Name auf.

Dieselben Seiten schreiben Jean-Pierre Angélil ein persönliches Vermögen von rund 400 Millionen US-Dollar zu. Diese Summe stammt aus Schätzungen zum Nachlass seines Vaters, der sie über Jahrzehnte als Manager, Produzent und Mitinhaber mehrerer Firmen aufgebaut hatte. Mit einem Poker-Gesamtgewinn von etwas über 30.000 Dollar hat der Sohn damit nichts zu tun. Der Grund dürfte einfach sein: Ein automatisiert erstellter Text unterscheidet nicht zwischen Vater und Sohn, wenn beide denselben Nachnamen tragen.


Quellen:

David Frueh
David Fruehhttps://nachblick.de/
Ich bin seit mehr als zwölf Jahren Journalist. Angefangen habe ich bei lokalen Verlagen in Steinbach, wo ich gelernt habe, was sorgfältige Quellenarbeit im Alltag wirklich bedeutet. In dieser Zeit habe ich in nahezu jedem Ressort gearbeitet: Tagespolitik, Gesellschaft, Wirtschaft, Sport, Kultur, Technik, Boulevardberichterstattung über Prominente, ihre Beziehungen, ihr Leben und die Geschichten, die selten vollständig erzählt werden, aktuelle Debatten, Unterhaltung und alles, was die Menschen im deutschsprachigen Raum täglich beschäftigt. Im Mai 2026 habe ich Nach Blick gegründet, mein eigenes Nachrichtenportal, das mit einem festen Team aus Redakteuren und Rechercheteuren arbeitet. Derselbe Grundsatz gilt seit dem ersten Tag: erst recherchieren, dann veröffentlichen.

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