Michael Hornauf spielte zwischen 1965 und 1971 in sieben Folgen den Enkel der Berliner Familie Scholz in „Die Unverbesserlichen“. Es blieb seine einzige große Fernsehrolle. Im April 2025 zeigte der NDR die Serie erstmals seit 15 Jahren wieder im frei empfangbaren Fernsehen, anlässlich des 115. Geburtstags von Inge Meysel, und in Fanforen wird bis heute gefragt, was aus dem Kinderdarsteller geworden ist.
Inhaltsverzeichnis
Wer ist Michael Hornauf
Geboren wurde er am 19. März 1958 in Haina bei Gorleben in Niedersachsen. Mit sieben Jahren bekam er die Rolle des Enkels Michael Wichmann, später Michael Hechler, in „Die Unverbesserlichen“, einer ARD Produktion, die eher ein jährliches Fernsehereignis war als eine klassische Serie. Alle sieben Folgen liefen zwischen 1965 und 1971, jede rund 90 Minuten lang.
Die wichtigsten Eckdaten:
| Geboren | 19. März 1958 |
| Geburtsort | Haina, Gorleben, Niedersachsen |
| Rolle | Michael Wichmann in „Die Unverbesserlichen“ |
| Zeitraum | 1965 bis 1971, 7 Folgen |
| Weitere Auftritte | Alle Hunde lieben Theobald (1969), Doppelgänger (1971) |
| Letzter bekannter TV Auftritt | 1971 |
Inge Meysel spielte die Mutter Käthe Scholz, Joseph Offenbach den Vater Kurt, Günther Pfitzmann kam später als Schwiegersohn dazu. Hornauf war der Enkel, der seiner Großmutter regelmäßig Ärger einbrockte, weil er Sätze aus dem Alltag aufschnappte und zur falschen Zeit wiederholte, eine der wiederkehrenden komischen Figuren der Serie.
Nach 1971 taucht sein Name in keiner weiteren Filmografie mehr auf. Kein Kinofilm, keine Theaterrolle, kein weiterer Fernsehauftritt ist öffentlich dokumentiert.
Warum Fans seit Jahren nach ihm fragen
Wer die Kommentarspalten zu „Die Unverbesserlichen“ auf Seiten wie TV Wunschliste oder fernsehserien.de durchgeht, findet dieselbe Frage immer wieder: Was ist eigentlich aus dem kleinen Michael geworden?
Die Serie hat bis heute eine treue Fangemeinde, die sich über VHS Mitschnitte, DVD Ausgaben und gelegentliche Wiederholungen austauscht. Für viele Zuschauer war die Sendung Teil der eigenen Kindheit, oft gemeinsam mit Eltern oder Großeltern geschaut. Das Enkelkind im Bild war dabei eine Identifikationsfigur.
Von den erwachsenen Darstellern der Serie gibt es Biografien und teilweise sogar eigene Wikipedia Einträge. Zu ihm selbst existiert nichts davon, kein Interview, keine offizielle Stellungnahme, kein eigener Eintrag.
Eine Antwort, die zwischen anderen Kommentaren stand
Unter einem Beitrag zur Serie auf fernsehserien.de schrieb vor einiger Zeit eine Nutzerin, die sich als seine Tochter zu erkennen gab. Sinngemäß beschrieb sie, wie überrascht sie selbst immer wieder sei, wie viele Menschen die Serie und ihren Vater bis heute kennen. Er bekomme noch immer Post, werde erkannt und angesprochen, obwohl er längst einem gewöhnlichen Beruf nachgehe. Für sie sei es ein seltsames Gefühl, ihn im normalen Alltag zu erleben und gleichzeitig zu sehen, wie präsent seine Kindheitsrolle für fremde Menschen geblieben ist.
Der Kommentar stammt von einem privaten Nutzerkonto und lässt sich nicht offiziell bestätigen. Er deckt sich aber mit einem älteren Forumseintrag bei TV Wunschliste, wonach Michael Hornauf zurückgezogen lebt und die Rolle des Enkels bis heute seine einzige Hauptrolle in einer deutschen Fernsehserie geblieben ist.
Berlin oder Hamburg: was sich belegen lässt und was nicht
Hier zeigt sich ein Widerspruch, den man offenlegen sollte, statt ihn zu glätten. Die Datenbank IMDb führt in ihrem Biografietext an, er sei verheiratet, habe zwei Kinder und lebe in Berlin. Diese Angaben stammen aus einem frei bearbeitbaren Textfeld, das von Nutzern eingetragen wird, nicht aus einer geprüften Quelle. Eine gezielte Suche nach dem dort genannten Namen seiner mutmaßlichen Ehefrau ergibt keinen einzigen unabhängigen Treffer, der Name taucht ausschließlich als Kopie derselben IMDb Zeile auf anderen Seiten wieder auf.
Der Hinweis aus dem Fanforum, wonach er heute in Hamburg lebt, lässt sich ebenfalls nicht amtlich bestätigen. Er stammt aber aus einer Community, die seit Jahren aktiv über die Serie und ihre Besetzung diskutiert, und deckt sich mit der Schilderung der Nutzerin, die sich als seine Tochter ausgab.
Bestätigen lässt sich vor allem eine einzige Hauptrolle, ein klares Ende 1971 und ein Kind, das öffentlich über ihn geschrieben hat. Alles rund um Wohnort, Familienstand und Beruf bleibt Sache einzelner, nicht überprüfbarer Quellen und sollte auch so gelesen werden.
Ein Fall ohne die übliche Geschichte
Was diesen Fall von vielen anderen früheren Kinderdarstellern unterscheidet, ist gerade das Fehlen einer großen Geschichte drumherum. Über eine gescheiterte zweite Karriere oder einen öffentlich bekannten Skandal ist nichts dokumentiert. Stattdessen ein Kind, das sieben Folgen lang eine Figur spielte und danach offenbar einfach weiterlebte, ohne dass daraus je wieder ein Medienthema wurde.
Die Serie selbst lebt weiter, durch DVDs, gelegentliche Wiederholungen und ein Publikum, das ihr seit Jahrzehnten treu geblieben ist. Sieben Folgen aus den Jahren 1965 bis 1971 bleiben nach aktuellem Kenntnisstand der einzige öffentlich dokumentierte Fernsehauftritt von Michael Hornauf.
